ABO

Waldbauern kritisieren Petition für Nationalpark Senne

Der Waldbauernverband NRW kritisiert die von einigen Naturschutzverbänden durchgeführte Petition für einen Nationalpark in der Senne.

Ein vom Land Nordrhein-Westfalen eingesetzter Schlichter habe schon 2012 festgestellt, dass es in Senne und Teutoburger Wald keine geeignete Kulisse gebe, die die naturschutzfachlichen Kriterien eines Nationalparks erfüllt. Daraufhin sei das Projekt folgerichtig gestoppt und ein bereits eröffnetes Besucherzentrum geschlossen worden. Dass ein Förderverein weiterhin an dem Vorschlag für einen Nationalpark festhalte und jetzt sogar mit Hilfe einer radikalen Kampagnenorganisation per Petition auf Stimmenfang im Internet gegangen sei, verstehe sie nicht, so Beatrix Boekstegers vom Waldbauernverband NRW. Gleiches gelte für die bei einem Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegebene Umfrage. Derlei Umfragen liefern doch letztlich nur das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis, so ihre Kritik.

Trotz Stimmenfang im Internet nicht vom Kurs abweichen!

Die Senne ist eine seit Generationen als Truppenübungsplatz genutzte Offenlandschaft, die versteppen würde, wenn sie sich selbst überlassen würde. Zudem leisten Royal Army wie Bundeswehr in der Senne eine naturschutzfachlich erstklassige Arbeit, die es ausdrücklich zu loben gelte. Insofern sei es konsequent gewesen, dass die Landesregierung den Vorschlag eines Nationalparks Senne aus dem Landesentwicklungsplan gestrichen habe. Dort habe der Vorschlag auch von der Sache her nie etwas zu suchen gehabt, so Boekstegers. Naturschutzplanung sei eine regionale Aufgabe.

Ein Nationalpark in Ostwestfalen, dies sei 2012 ebenfalls deutlich geworden, stößt auf einen breiten Widerstand bei der regionalen Bevölkerung. Das sei weiterhin so und werde sich auch nicht durch irgendwelche im Internet zusammengetrommelten Stimmen oder Umfrageergebnisse ändern, mit denen NGOs auch schon 2011/2012 hantiert hätten. Beatrix Boekstegers appelliert an die Landesregierung, in der Frage Kurs zu halten.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Red./Quelle: Waldbauernverband NRW

Auch interessant

von