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Blick über den Submissionsplatz Foto: Wald und Holz NRW/J. Fillmann

NRW: Ergebnisse der Submission Rheinland

Die diesjährige Wertstammholzsubmission Rheinland war geprägt durch eine gute Nachfrage aber schwankende Preise. 29 Bieter (Vorjahr 26), davon 4 aus dem Ausland, gaben Angebote für die 622 Einzelstämme von 20 verschiedenen, zum Teil exotischen, Baumarten (Gesamtmenge 960 Fm) ab. 915 Fm wurden zugeschlagen.An der seit vielen Jahren durchgeführten Wertholzsubmission Rheinland beteiligten sich neben fünf Regionalforstämtern von Wald und Holz NRW, zwei kommunale Forstbetriebe sowie zwei private Forstverwaltungen. Bei sinkender Anbieterzahl wurde die Angebotsmenge gegenüber dem Vorjahr dennoch um ca. 11 % erhöht.Seit Anfang Januar konnten Bieter das Holz auf dem zentralen Wertholzlagerplatz in Bonn-Röttgen begutachten und ihre Angebote abgeben. Die Gebotseröffnung fand am 4. Februar in Meckenheim statt.Die Eiche bildete mit 524 Fm die Hauptbaumart der Submission. Der erzielte Durchschnittspreis von 474,- €/Fm und lag rund 10 % über dem Vorjahresniveau. Der Topstamm erzielte 1.349,- €/Fm bzw. 4114,- € Gesamterlös. Mit 96 Fm war die Roteiche die zweithäufigste Baumart. Im Vergleich zum Vorjahr wurden knapp 56 Fm mehr Roteiche angeboten. Der Durchschnittspreis lag bei 227,- €/Fm und damit um 21 % über dem Vorjahresniveau.Die Esche, in den vergangenen Jahren zweithäufigste Baumart auf der Submission, war in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Marktlage nur mit 70 Fm vertreten (-45 %). Der Durchschnittserlös lag bei 189,- €/Fm. Das Angebot für Ahorn (37 Fm) ist ebenfalls deutlich zurückgegangen (Vorjahr 71 Fm). Dennoch blieb der Durchschnittspreis relativ stabil bei 314,- €/Fm (2014: 335,- €/Fm). Mit nur 71 Fm war das Kirschen-Angebot in diesem Jahr nach 2014 wieder deutlich angestiegen. Der durchschnittliche Erlös sank auf nur 169,- €/Fm und liegt damit rund 110,- € unter dem Vorjahresergebnis sowie dem langjährigen Mittel.Das Angebot an Buche ist weiterhin rückläufig. 2015 betrug das Angebot 3 Fm bei zwei angebotenen Stämmen. Der Preis erholte sich im Vergleich zum Vorjahr und stieg von 86,- €/Fm auf 122,- €/Fm.Neben dem Laubholz wurden auf der Submission 137 Fm Nadelwertholz angeboten, davon 94 Fm Douglasie. Mit einem Durchschnittspreis von 180,- €/Fm wurde die Douglasie gut beboten. Auch die Lärche wurde nachgefragt (Durchschnittspreis 159,- €).Angeboten wurden weiterhin Kleinmengen an Walnuss, Erle, Birke, Ulme, Robinie, Esskastanie, Tulpenbaum, Lärche, Kiefer, Küstentanne, Mammutbaum und Thuja. Aufgrund der geringen Mengen sowie des unsteten Angebots lassen sich keine Aussagen über den Preistrend dieser Baumarten machen.Insgesamt wurden etwa 45 Fm wegen mangelnder Qualität nicht beboten. Besonders stark waren davon die Baumarten Eiche (25 Fm) und Ahorn (17 Fm) betroffen. Die Angebotsmenge des Laubbuntholzes war auch durch den Pfingststurm Ela 2014 in der Region Niederrhein/Ruhrgebiet bedingt.

Wald und Holz NRW
Ein Exot ? Mammutbaum Foto: Wald und Holz NRW/J. Fillmann Blick über den Submissionsplatz Foto: Wald und Holz NRW/J. Fillmann Eine gut gewachsene Eiche Foto: Wald und Holz NRW/J. Fillmann

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