Forstpolitik

NRW stockt Waldförderung für 2021 deutlich auf

Nordrhein-Westfalen will auch 2021 rund 75 Mio. € für Waldbäuerinnen und Waldbauern bereitstellen um ihnen bei der Waldschadensbewältigung zur Seite zu stehen. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser möchte auch über das Jahr hinaus Kontinuität gewährleisten.

Für die Bewältigung der Waldschäden und den Aufbau klimafester Wälder sollen im Jahr 2021 nach den Vorstellungen der Landesregierung allein im Rahmen der Extremwetter-Förderung über 75 Mio. € zur Verfügung gestellt werden. Darin bereits enthalten ist der voraussichtliche Bundesanteil. Damit werden die Fördermittel im kommenden Jahr deutlich aufgestockt. Die abschließende Lesung mit der Verabschiedung des Haushaltes steht im Plenum des Landtags für den 16./17. Dezember 2020 auf der Tagesordnung. Einfluss auf die Fördermittel können zudem noch die Regelungen zum Vollzug des Haushaltsgesetztes haben.

Waldschadensbewältigung höchste Priorität

„Wir werden den Waldbäuerinnen und Waldbauern auch weiterhin konsequent bei der Zukunftsaufgabe Wald unter die Arme greifen und an ihrer Seite stehen. Mir war es wichtig, auch über den Jahresabschluss hinaus Kontinuität zu gewährleiten. Für die gesamte Landesregierung hat die Bewältigung der Waldschäden und dessen Wiederaufbau höchste Priorität. Nur mit gesunden Wäldern können wir den Klimawandel und den Artenschwund eindämmen“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Von Fördermitteln Gebrauch machen

In diesem Jahr wurden für die Extremwetter-Förderung ursprünglich Mittel in Höhe von 36 Mio. € bereitgestellt, die in den zurückliegenden Wochen noch einmal um weitere rund zehn Millionen Euro aufgestockt wurden. Ein Teil der 2020 beantragten Fördermittel wurden bereits im Vorgriff auf die Fördermittel des Jahres 2021 bewilligt, im Rahmen sogenannter Verpflichtungsermächtigungen. Daher sind Mittel in Höhe von etwa 20 Mio. € bereits gebunden. Heinen-Esser rief Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dazu auf, von den neuen Fördermöglichkeiten Gebrauch zu machen. Zahlreiche Vereinfachungen im Förderverfahren hätten Hürden bei der Förderung sukzessive weiter abgebaut. Die Ministerin erwartet, dass im kommenden Jahr mehr Mittel auch für Wiederaufforstungen beantragt werden. In diesem Jahr wurden die Mittel weitgehend für die Schadensbewältigung beantragt.

Parallel zu den Fördermitteln aus der Extremwetter-Richtlinie hat der Bund Ende November 2020 zusätzlich 500 Mio. € im Rahmen einer einmaligen „Nachhaltigkeitsprämie“ zur Verfügung bereitgestellt. Interessierte können weiterhin unter www.bundeswaldpraemie.de online einen Antrag stellen.

 

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag über den Waldzustand in NRW 2020. 

Quelle: MULNV