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NRW-Klimakongress 2016

NRW-Klimakongress 2016

Die EnergieAgentur.NRW hat nach Wuppertal zum NRW-Klimakongress 2016 eingeladen. Der Kongress verdeutlicht, wie vielschichtig und zugleich international eine notwendige Klimawende sein muss.

Minister Johannes Remmel zeigte am 16. November vor den über 600 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung in der Historischen Stadthalle Wuppertal Wege, Instrumente und Motivation auf, den Wandel zu einer klimagerechteren Gesellschaft aktiv mitzugestalten: „Der Klimawandel wird immer augenfälliger, immer dramatischer. Deshalb gilt es, jetzt weltweit zügig zu handeln – auch wir in NRW müssen als Energie- und Industrieland unserer Verantwortung nachkommen und unseren Teil zum Klimaschutz beitragen. Wir müssen viele Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft neu denken und gestalten.“ Es gelte nun vor allem, die Energiewende mit innovativen Lösungen zu managen und die verschiedenen Sektoren sinnvoll miteinander zu koppeln, sie kann nur gelingen, wenn der die Stromerzeugung intelligent mit den Bereichen Wärme und Verkehr verknüpft wird. Beim Klimaschutz lasse sich heutzutage „global“ nicht mehr von „lokal“ trennen.
Dass sich die klimatischen Veränderungen zwangsläufig nicht bloß an der Quecksilbersäule ablesen lassen, darauf wies Prof. Claus Leggewie, Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und seit 2008 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen hin. Erderwärmung, Migrationsbewegungen und Krieg hängen zusammen. Erfolg und Misserfolg der Klimapolitik hängen ab von der Fähigkeit, die verschiedenen Aktionsebenen mit regionalen, nationalstaatlichen und lokalen Planungen zu verbinden und in Einklang zu bringen.
Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, stellte fest: Notwendig sei für die Umsetzung der nationalen wie globalen Herausforderungen des Klimaschutzes nicht nur ein Blick auf eine Stromwende, sondern ebenso eine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Gestaltung einer Wärmewende, den Umsetzungsoptionen einer Verkehrswende und den Optionen für eine Dekarbonisierung der Industrie.
Darüber hinaus berieten die Fachleute über die Frage der Entwicklung von Low-Carbon-Technologien für die energieintensive Industrie. Für Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen relevant war das Thema künftiger Mobilitätsoptionen. Im Rahmen des Kommunalkongresses wurden in Foren die Themen „Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften“ sowie „Klimaanpassung in Kommunen“ aufgegriffen.
Der Klimakongress war gleichzeitig Auftaktveranstaltung der NRW-Klimaschutztage vom 16. bis 20. November.
EnergieAgentur.NRW

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