ABO
NRW hat beim Wald noch Wachstumspotenzial

NRW hat beim Wald noch Wachstumspotenzial

Minister Remmel hat am 19. Juli im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour die landesweite Waldzustandserhebung im Forsthaus Forsbach in Rösrath zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW gestartet.
In diesem Zusammenhang machte er deutlich: „Wälder tragen zum Klimaschutz, Artenschutz und Wirtschaftswachstum bei, gerade in den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens. Wir benötigen daher mehr Wald in NRW und nicht weniger.“ Insgesamt bedecke der Wald in NRW gerade einmal 26 % der Landesfläche. „Dieses Naturerbe zu schützen und zu mehren ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.“
 
Erhebungen zum Waldzustandsbericht
 
Zur Datenerhebung ist der gesamte NRW-Wald in einem Raster von 4×4 km aufgeteilt. Jeweils in den Schnittpunkten stehen die Probebäume. In der Zeit von Mitte Juli bis Ende August wird jeder dieser etwa 10.000 Bäume von Forstleuten aufgesucht, die Baumkronen und den Befall von Baumschädlingen sowie weitere Parameter bewerten. Die Ergebnisse werden für die wichtigsten Hauptbaumarten dargestellt: Buche, Eiche, Fichte und Kiefer. Kombiniert mit Wetterdaten werden dann Gründe für positive und negative Entwicklungen abgeleitet sowie – sofern möglich – Maßnahmen entwickelt.
 
Auch wenn die Ergebnisse des Waldzustandsberichtes 2013 erst im Herbst präsentiert werden, so lässt sich doch in einem längerfristigen Rückblick feststellen, dass der Gesundheitszustand des NRW-Waldes immer noch besorgniserregend ist. Die Gründe dafür werden nicht mehr ausschließlich wie zu Beginn der Erhebungen in den 1980er Jahren dem Eintrag der Luftschadstoffe zugeordnet, sondern andere Faktoren gewinnen an Bedeutung. Heute sind am Wald die ersten negativen Folgen des Klimawandels abzulesen.
Mehr Mittel für den Strukturwandel im ländlichen Raum
 
Ziel der diesjährigen Sommertour des Ministers ist, auf die Herausforderungen des ländlichen Raumes aufmerksam zu machen. Dazu gehören die Bewältigung der Folgen des Klimawandels, Strukturwandel in der Landwirtschaft, der Erhalt der Biodiversität und die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.
 
Um all diese Herausforderungen bewältigen zu können, sei es zwingend erforderlich, mehr Mittel für den Strukturwandel im ländlichen Raum und eine umweltgerechte und klimaschonende Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung zu stellen.
 
„Das Konzept für die nationale Umsetzung von Bundesministerin Aigner wird den Ansprüchen an die Bedürfnisse für die Entwicklung der ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen nicht gerecht. Eine Umschichtung von der ersten (Direktzahlungen) in die zweite Säule (Förderung ländlicher Raum) wird demnach nicht in Betracht gezogen. Die Umwelt- und Lebensqualität in unseren Dörfern zu verbessern, auf dem Land Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern erhält immer mehr Bedeutung. Das können wir aber nur schaffen, wenn genügend Mittel zum Erhalt der örtlichen Infrastruktur, für regionale Projekte und bürgerliches Engagement zur Verfügung stehen“, erklärte Johannes Remmel.

MKULNV NRW

Auch interessant

von