Forstpolitik

NRW gibt 500.000 € Startkapital für proHolz.NRW

von Marc Kubatta-Große

In der Initiative proHolz.NRW hat sich die Forst- und Holzbranche zusammen mit Politik und Verwaltung das gemeinsame Ziel gesetzt, die Ressource Holz langfristig durch eine nachhaltige und effiziente Nutzung zu sichern.

Im Auftrag und mit Unterstützung des Umweltministeriums wurde für die Entwicklung des Branchenbündnisses proHolz.NRW ein konkreter Aktionsplan erarbeitet und am 10. Dezember 2020 in Olsberg vorgestellt. Der Aufbau einer eigenständigen Organisation geht voran, um die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Erste Maßnahmen 2021

Ab sofort setzt proHolz.NRW den Aktionsplan unter dem Motto „Holz. Mehr als ein Rohstoff“ um. Das Startkapital von 500.000 € kommt aus dem NRW-Konjunkturprogramm. Ziel sei es, dass mit der Neugründung bereits 2021 erste Maßnahmen umgesetzt werden, um in Zeiten des Klimawandels die Branche nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen, erklärte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser bei der virtuellen Auftaktveranstaltung.

Neues Cluster-Büro in Olsberg

Angesiedelt werden soll das neue „Cluster-Büro“ in den Gebäuden des Zentrums Holz in Olsberg. Wichtige Aktionsfelder sind die Gewinnung von Fachkräften, die Nutzung der Chancen der Digitalisierung, einen zunehmenden Beitrag des Holzbaus zum Klimaschutz oder die Stärkung der Bioökonomie durch den Rohstoff Holz. Eine besondere Herausforderung ist der Klima- und der damit verbundene Strukturwandel. So hat sich die für die Holzwirtschaft bisher wichtigste Holzart, die Fichte, in Nordrhein-Westfalen seit 2017 um mehr als ein Drittel reduziert.

Sicherung nachhaltiger Forstwirtschaft

Professorin Katja Frühwald-König, Sprecherin der Clusterinitiative: „Wenn es uns mit proHolz.NRW gelingt, mehr Menschen für die Verwendung von Holzprodukten zu begeistern und die Innovationskraft der Holzindustrie zu stärken, ist dies ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz wie auch zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Nordrhein-Westfalen und zur Sicherung einer nachhaltigen Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“

MULNV/Red.