Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

NRW: Forstleute erfassen landesweit Sturmschäden

Das Sturmtief „Friederike“ ist weitergezogen und hat deutliche Spuren in nordrhein-westfälischen Wäldern hinterlassen. Wie groß die Schäden genau sind, ermitteln derzeit die Forstleute von Wald und Holz NRW.

Eine erste Schätzung, wie viel Wald betroffen ist, wird voraussichtlich am Nachmittag des 23. Januars vorliegen. Bis dahin warnt Wald und Holz NRW vor dem Betreten der Wälder in NRW. Zahlreiche Waldgebiete wurden bereits gesperrt.

Das Hauptziel in den kommenden Tagen wird sein, einen Überblick über die Sturmschäden in NRW zu erhalten. Zahlreiche Waldwege sind aber durch umgefallene Bäume blockiert, was die Erhebungen deutlich erschwert.

„Wir sind jetzt voll in der Sturmbewältigung und mobilisieren alle Kräfte, um den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern bei der Aufarbeitung der Schäden zu helfen“, so Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Eine zusätzliche Herausforderung bei der Aufarbeitung der Sturmschäden sind die nassen Waldböden. Die sind vielerorts so aufgeweicht, dass die erforderlichen Maschinen dort nicht fahren können.

Schäden in der Egge nach dem Sturmtief Friederike am 18.1.2018. Foto: Jan Preller, Wald und Holz NRW

Nach den ersten vorläufigen Meldungen der Forstämter sieht es so aus, dass die Wälder im Norden und Osten Nordrhein-Westfalens am stärksten betroffen sind. Anders als beim Sturm „Kyrill“ (2007) , scheint es vor allem eher Einzelbäume und Kleingruppen und regional einzelne Waldflächen getroffen zu haben – weniger große Waldflächen. Ein Hauptschadensgebiet lässt sich derzeit noch nicht abgrenzen.

Wegen Sturmschäden Wälder gesperrt

Zahlreiche Wälder in ganz NRW wurden heute bereits offiziell gesperrt. „Wer diese Wälder betritt, begibt sich leichtsinnig in Lebensgefahr. Nach so einem Sturm besteht die Gefahr, das beschädigte Bäume unvorhersehbar zu Boden stürzen und dicke Äste aus großer Höhe zu Boden krachen. Das geht in Sekundenbruchteilen, da kann keiner ausweichen. Und wenn was passiert, ist die Bergung von Personen bei von Bäumen versperrten Wegen kaum möglich“, so Thomas Wälter, Fachbereichsleiter bei Wald und Holz NRW.

Wer die Sperrungen missachtet, riskiert außerdem ein Bußgeld. Die Sperrungen gelten zunächst bis Ende Januar. Die Warnung vor dem Betreten des Waldes gilt auch über das Wochenende hinweg für ganz Nordrhein-Westfalen.

Aktuelle Informationen zur Situation, zu den Waldsperrungen und zu wichtigen rechtlichen Fragen für Waldbesitzende finden Sie unter www.wald.nrw.de/sturm

Wald und Holz NRW

Auch interessant

von