Forstbetrieb

NRW: Förderanträge für FWZ sind geprüft

Bearbeitet von Martin Steinfath

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt seine bisherigen Betreuungsdienstleistungen um, von der indirekten Förderung nach Entgeltordnung auf eine direkte Förderung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse (FWZ). Damit werden Zuwendungen zur Unterstützung einer eigenständigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung u.a. für Forstbetriebsgemeinschaften gewährt. Die Förderung zielt darauf ab, strukturelle Nachteile der Forstwirtschaft zu überwinden. Inzwischen prüfte oder bewilligte Wald und Holz NRW alle vorliegenden Förderanträge.

Mehr als 65.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit etwa 350.000 ha Waldflächen haben sich in Nordrhein-Westfalen in rund 270 Forstbetriebsgemeinschaften und einer Vielzahl anderer Zusammenschlüsse organisiert. Damit optimieren sie die Bewirtschaftung ihrer Grundstücke durch eine bessere Abstimmung und die Zusammenarbeit bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen. Nicht zuletzt deshalb werden in NRW diese Zusammenschlüsse seit langem besonders gefördert, seit fast drei Jahren in der direkten Förderung.

Allerdings haben nicht alle Zusammenschlüsse sofort von der indirekten auf die direkte Förderung umgestellt. Viele warteten aufgrund der Verlängerung der Entgeldordnung bis die indirekte Förderung 2021 endgültig ausgelaufen war. Sie stellten ihren Förderantrag erst zum Ende des Jahres, was zu einem Stau in der Antragsbearbeitung führte. Inzwischen prüfte oder bewilligte Wald und Holz NRW alle vorliegenden Anträge. Alle Zusammenschlüsse konnten davon unabhängig bereits im Januar 2022 mit der Beförsterung beginnen, weil allen der förderunschädliche Maßnahmenbeginn genehmigt worden war. Sofern Zuwendungsbescheide ausstehen, sind die betroffenen Zusammenschlüsse darüber informiert, welche förderrelevanten Unterlagen fehlen. Werden diese Unterlagen nachgereicht, können auch die ausstehenden Bescheide verschickt werden.

Verwendungsnachweise einreichen

Abgerufen werden die Fördergelder über Verwendungs- und Tätigkeitsnachweise. Auffällig sei laut einer Information der Geschäftsstelle Forst, dass erst gut die Hälfte der Zusammenschlüsse Verwendungsnachweise einreichten. Daher empfehle es sich, zeitnah mit dem Mittelabruf zu beginnen. Werden die Gelder des gesamten Jahres erst im Dezember angefordert, kann eine Auszahlung zum Jahresende nicht zugesichert werden. Der Grund: Viele Verwendungsnachweise lassen sich nicht ohne weitere Rückfragen prüfen und abrechnen. Dies führe zu einem erheblichen Verwaltungsaufwand, die Förderakten müssen für jeden Verwendungsnachweises mehrfach in die Hände genommen werden. In Folge dessen können bis dato nur Abschläge ausgezahlt werden und die Jahresabrechnung 2021 verzögerte sich. Um das Abrechnungsverfahren zu beschleunigen, erhalten die Zusammenschlüsse inzwischen eine Frist von vier Wochen. Liegen die angeforderten Nachweise bis dahin nicht vor, wird nach Aktenlage entschieden, was im Zweifel zur Ablehnung einzelner beantragter Dienstleistungsstunden führen kann, so die Geschäftsstelle Forst.

Infos und Kontakt: https://www.wald-und-holz.nrw.de

Landesbetrieb Wald und Holz