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Ein Waldbesitzer verbrennt Hiebsreste im Wald

Mit Feuer gegen den Borkenkäfer

Nordrhein-Westfalen erleichtert das Verbrennen von Schlagabraum im Wald. Die Behörden wollen damit die Ausbreitung der Borkenkäfer-Arten Buchdrucker und Kupferstecher verhindern. In normalen Jahren müssen die Waldbesitzer solche Feuer bei der Behörde beantragen. Jetzt reicht es jetzt aus, die Maßnahme drei Tage vorab beim Forstamt, bei der Gemeinde und der zuständigen Leitstelle anzuzeigen. Es gibt aber Auflagen.

Auflagen für das Verfeuern von Schlagabraum

  • Feuer sind allerdings nur werktags zwischen 8 und 16 Uhr erlaubt und nur auf den Flächen, auf denen das Material angefallen ist.
  • Außerdem ist das Feuern ab der Waldbrandgefahrenstufe 3 einzustellen.
  • Die Verfügung gilt zudem nur bis zum 15. März 2019.
  • Alternative Techniken wie der Einsatz von Mulchern ist nicht möglich.

In NRW haben bisher folgende Regionalforstämter entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen: Hocheifel-Zülpicher Börde, Märkisches Sauerland, Hagen, Schwerte, Kurkölnisches Sauerland und Siegen-Wittgenstein.

Vier Millionen Festmeter Schadholz

Sturm Friederike und die Borkenkäfer haben 2018 in Nordrhein-Westfalen bei der Fichte für rund 4,1 Millionen Fm Schadholz gesorgt. Davon warf  Friederike 2,1 Millionen Fm, während  fast 2 Millionen Fm  auf das Konto der Käfer gingen.

Red.

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