Holzernte

NovoCarbo startet ersten großen Park zur CO2-Entfernung

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Novocarbo errichtet neue großtechnische Entsorgungsparks für CO2 in Deutschland. Dadurch will das Unternehmen mit Sitz in Dörth bei Koblenz seine die CO2-Entfernungs- und Speicherkapazität in den nächsten zwei Jahren auf 16.000 Tonnen jährlich erhöhen. Mit einem Investitionsvolumen von 25 Mio. € läutet NovoCarbo damit die industrielle Skalierung der CO2-Entfernung aus der Atmosphäre in Europa ein.

Basis für die Skalierung ist eine neue Pyrolyseanlage von PYREG, Typ PX1500. Novocarbo wird im dritten Quartal 2022 zwei dieser Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb nehmen, die eine Entfernungskapazität von zusammen 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr haben. Im Sommer geht eine weitere Anlage bei einem deutschen Industriekonzern mit einer Kapazität von jährlich 1.350 t CO2 in Betrieb.

2023 und 2024 sollen zwei weitere CO2-Entfernungsparks mit einer zusätzlichen jährlichen Entfernungskapazität von 10.800 t CO2 folgen. Bis zum Jahr 2025 soll die Kapazität nach derzeitiger Planung auf über 30.000 t CO2 pro Jahr ausgebaut werden.

Carbon Credits

Pro Tonne entferntem CO2 gibt NovoCarbo ein Zertifikat über eine CO2-Gutschrift aus, sogenannte Carbon Credits . Als Pionier von CO2-Entfernungszertifikaten hat Novocarbo bereits eine Reihe von Großkunden, darunter SwissRe und die finnische Handelsplattform Compensate. Die Carbon Credits werden auch auf namhaften internationalen Plattformen wie Carbonfuture und puro.earth gehandelt.

Die neuen Parks stellen eine Kombination aus aktivem Klimaschutz und mehreren wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodellen dar. Novocarbo setzt verschiedene organische Reststoffe ein, wandelt sie in Biokohle um und verkauft sie an Industrien wie das Baugewerbe und die Landwirtschaft, die sie nachhaltig nutzen können. Das Unternehmen verkauft die daraus resultierenden CO2-Entzugszertifikate und liefert regenerative Wärme, die durch den Pyrolyseprozess erzeugt wird.

Darüber hinaus bietet Novocarbo langfristige Verträge an, durch die bereits heute zukünftige Quoten für Emissionsgutschriften gesichert werden können. Bei diesen Modellen ist auch eine Investition in den Maschinenpark möglich.

Pflanzenreste als Ausgangsmaterial

Grundlage der PyCCS-Technologie (Pyrogenic Carbon Capture & Storage), die NovoCarbo anwendet, ist der in Pflanzenresten enthaltene Kohlenstoff. Im natürlichen Kohlenstoffkreislauf würde dieser bei der Zersetzung der Biomasse oder bei Waldbränden wieder als CO2 in die Atmosphäre freigesetzt werden. PyCCS wandelt den Kohlenstoff laut NovoCarbo in eine stabile Form um und bindet ihn sicher für Tausende von Jahren.

Auf diese Weise verwandle NovoCarbo atmosphärisches Kohlendioxid (oder zumindest solches, das in absehbarer Zeit wieder in die Atmosphäre gelangen würde, Anm. d. Red.) in marktfähige Produkte.

Über Novocarbo

Novocarbo konzentriert sich darauf, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. 2020 begann das Pionierunternehmen mit dem Handel von Kohlenstoffzertifikaten auf Basis von PyCCS und Biokohle. Zusammen mit dem Investor Hevella Capital treibt Novocarbo den wachsenden Markt für technische CO2-Entfernung voran. Das Unternehmen ist Teil der Entwicklung einer innovativen und nachhaltigen PyCCS-Industrie in Europa und stützt sich dabei auf eines der größten europäischen Vertriebsnetze für hochwertige Pflanzenkohle.

Quelle: NovoCarbo