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Nordverband unterstützt fairen Wettbewerb

Nordverband unterstützt fairen Wettbewerb

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes der Säge- und Holz­industrie Nord am 5. Oktober in Göttingen verwies der 1. Vorsitzende Reinhard Hagenah auf die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die heimische Sägeindustrie. Durch die Produktionsanpassungen v.a. der Großbetriebe sei heute weitgehend wieder ein auskömmliches Wirtschaften möglich. „Die Politik sollte aus dieser Krise aber gelernt haben“, so Hagenah, „dass es nicht vernünftig sein kann, auf wenige große Unternehmen zu setzen und gleichzeitig traditionelle mittelständische Unternehmen als Kunden zweiter Ordnung zu betrachten.“

Ein für die Sägeindustrie schwieriges Thema bleibt auch zukünftig die Rundholzversorgung. Verschärft werden die Probleme durch Flächenstilllegungen, die v.a. seitens des Naturschutzes vorangetrieben werden. Die Politik hat dabei bisher kaum deren volkswirtschaftliche und klimapolitische Auswirkungen einbezogen. Im Zusammenhang mit der Rundholzversorgung wurde unter dem Stichwort „Klausner-Verträge“ über die Ungleichbehandlung durch Unternehmen des Staatsforsten diskutiert. Der Nordverband hält es für eine seiner vordringlichsten Aufgaben, gegen Verträge vorzugehen, die einen fairen Wettbewerb behindern. Wie Prof. Dr. Hans-Georg Kamann, Direktor des Centrums für Europarecht in Passau darlegte, sind bei einer Gesamtbetrachtung in den „Klausner-Verträgen“ Elemente staatlicher Beihilfen angelegt.

Red.

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