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Nordrhein-Westfalen: Waldbauern fordern für ihre Leistungen weiterhin Unterstützung des Landes

Klare Worte der Waldbauern in Nordrhein-Westfalen: „In der Umweltpolitik muss es Änderungen geben.“ Einem „weiter so“ erteilte Dr. Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender des Waldbauernverbandes Nordrhein-Westfalen, während des traditionellen Politischen Symposiums zur Forstpolitik NRW in Werl eine klare Absage.

Vor den rund 200 privaten Waldbesitzern nahmen Rainer Deppe (CDU) und Henning Höne (FDP), beide umweltpolitische Sprecher ihrer Landtagsfraktion, diese Forderung auf und stellten klar, dass es aus Sicht des Umweltressorts sowohl eine schwarz-grüne als auch eine Ampel-Koalition nicht geben könne.
Philipp Freiherr Heereman machte deutlich, dass die privaten Waldbesitzer für die Erbringung gesellschaftlicher Waldleistungen weiterhin Unterstützung des Landes NRW benötigen. Die aktuelle Beförsterungspraxis des Kleinprivatwaldes steht vor Veränderungen aufgrund kartellrechtlicher sowie beihilferechtlicher Untersuchungen. Der Vorsitzende forderte das Land NRW daher auf: „Stellen Sie die Beförsterungsstruktur endlich auf rechtssichere Füße!“
Für die rot-grüne Landesregierung verwiesen Annette Watermann-Krass als forstpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Norwich Rüße als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen auf das nach ihrer Ansicht gute Zusammenspiel von privaten Waldbauern und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das es zu erhalten gelte. Die von Watermann-Krass und Rüße vertretene Stilllegung von Flächen für den Naturschutz wurde von den Waldbauern kritisiert. Schließlich findet sich in bewirtschafteten Wäldern eine ganz ähnliche Artenvielfalt wie auf stillgelegten Flächen.
CDU-Politiker Rainer Deppe bemängelte, dass die rot-grüne Landesregierung in der Vergangenheit bei Gesetzesvorhaben die betroffenen Eigentümer zu wenig mit ins Boot geholt hat. Er versprach für die CDU eine Politik des Dialoges.
Das griff auch Politiker Henning Höne auf. Er stellte für die FDP die Eigenverantwortung der Waldbauern in den Mittelpunkt: „Der Staat muss nicht regeln, ob die privaten Waldbesitzer Buchen oder Fichten anpflanzen – das wissen die selbst am besten.“
Statt Konfrontation gemeinsame Lösungen
Die Umwelt- und Forstpolitik stehe vor großen Aufgaben, die in den vergangenen vier Jahren vernachlässigt worden seien. Klimawandel und Biodiversität verlangten nach gemeinsamen Anstrengungen. „Alle Beteiligten müssen wieder gemeinsam arbeiten. Die Jahre der Konfrontation müssen abgelöst werden von dem Ringen nach gemeinsamen Lösungen“, hob Philipp Freiherr Heereman hervor. Ziel des Aktionsbündnisses Ländlicher Raum, das für 16 Verbände mit mehr als zwei Millionen Menschen des ländlichen Raums steht, sei es, zu einem kooperativen Naturschutz zurückzukehren.
Waldbauernverband NRW

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