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Raupen des Eichenprozessionsspinners.

NRW: Gemeinsame Strategie gegen Eichenprozessionsspinner

Auf Einladung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen trafen sich am 4. März 2020 Vertreter von Landesregierung, Kommunen, Landwirtschaftskammer und Landesbetrieb Wald und Holz in Lüdinghausen, um eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner abzustimmen.

Im Frühjahr schlüpfen die Raupen des Nachtfalters. Diese entwickeln ab Mai ihre sog. Brennhaare, die beim Menschen zu entzündlichen Hautreizungen und Atembeschwerden führen können.

Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Klimaveränderungen unterstützen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Um Gesundheitsgefahren vorzubeugen, ist ein gemeinsames Vorgehen aller relevanten Stellen erforderlich. Basierend auf dem heutigen Austausch werden wir in Kürze einen entsprechenden Praxisleitfaden veröffentlichen.“

An dem Treffen nahmen auch Vertreter des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen teil. Die Veröffentlichung des Leitfadens ist im April dieses Jahres geplant. Die Erarbeitung eines Leitfadens wurde bereits 2019 vereinbart. Vorausgegangen war ein Fachgespräch zwischen Umweltministerium, Gesundheitsministerium, Kommunen und relevanten Behörden.

Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt warme und trockene Standorte, weshalb er häufig auch an Einzelbäumen und Waldrändern im städtischen Umfeld vorkommt. Dazu Richard Borgmann, Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen: „Der Eichenprozessionsspinner wird alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen künftig noch stärker betreffen. Deshalb war es uns wichtig, heute gemeinsam mit dem Land auch die weiteren Städte und Gemeinden mit ins Boot zu holen.“

Befall melden

Der Eichenprozessionsspinner überwintert als kleine Larve im Ei, aus denen im Frühjahr dann die Raupen schlüpfen, erläutert Dr. Mathias Niesar vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Im Sommer sind auch am Stamm lange „Prozessionen“ zwischen Nest und Baumkrone sichtbar. Etwa im Mai und Juni entwickeln die Raupen die mit Widerhaken versehenen Brennhaare. Die Experten raten dringend dazu, sich von den Raupen, deren Nestern und Häuten fernzuhalten. Auch sollten, etwa im heimischen Garten, keine Gegenmaßnahmen auf eigene Faust durchgeführt werden. Für das Entfernen der Nester im öffentlichen Raum beauftragen die Kommunen Spezialfirmen.

Sofern ein Befall im privaten Garten oder Wald zu beobachten ist, sollten auch hier vom Eigentümer Spezialfirmen beauftragt werden. Ungeachtet dessen sollte das Ordnungsamt der zuständigen Kommune informiert werden, damit die befallenen Stellen von den Kommunen kartiert werden können. Einige Kommunen haben für die Meldung von Vorkommen des Eichenprozessionsspinners bereits Online-Portale eingerichtet.

Red./MULNV NRW

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