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Nordrhein-Westfalen: Gehölzschnitt an Straßen neu geregelt

Nordrhein-Westfalen: Gehölzschnitt an Straßen neu geregelt

Gehölzschnitt an Straßen sorgt immer wieder für Aufregung. An erster Stelle steht für die Straßenbauer die Verkehrssicherheit, zu rigider Rückschnitt sorgt aber regelmäßig für Protest der Anlieger. Vor allem das bisher oft praktizierte abschnittsweise oder sogar flächendeckende sogenannte auf den Stock setzen, bei dem die Gehölze etwa 20 cm über dem Boden gekappt werden, um im Folgejahr neue Triebe zu bilden, führt zu einem meist unerfreulichem Erscheinungsbild.
Daher haben jetzt Experten aus dem Verkehrsministerium und dem Umweltministerium Nordrhein-Westfalen die entsprechenden Richtlinien überarbeitet.
Präzise Richtlinien
Gehölzflächen an Straßen müssen von den zuständigen Straßenbaulastträgern regelmäßig gepflegt werden. Diese Gehölzpflegearbeiten richten sich nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes in Verbindung mit gesonderten Richtlinien für die Straßenbauverwaltungen.
Nach den aktualisierten Richtlinien aus dem Verkehrsministerium und dem Umweltministerium Nordrhein-Westfalen wird das derzeit praktizierte abschnittsweise „auf den Stock setzen“ der Gehölze entlang von Bundesfern- und Landesstraßen ab sofort durch eine selektive Durchforstung der Bestände ersetzt.
Außerdem wird ein konkreter Planungsablauf zur Organisation und Durchführung der Gehölzpflege geregelt.
Schließlich sind die Vorgaben zur Berücksichtigung des Artenschutzes, zur Beteiligung der Landschaftsbehörden und zur Öffentlichkeitsarbeit präzisiert worden.
Bei der Neuformulierung der aus dem Jahr 2001 stammenden Hinweise zur Gehölzpflege an Bundesfern- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen waren neben den Ministerien der Landesbetrieb Straßenbau NRW, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und der Landesbetrieb Wald und Holz beteiligt.
 

Weitere Informationen zur Gehölzpflege

 
MKULNV Nordrhein-Westfalen

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