Holzverkauf und Holzpreise

Nordamerikanische Nadelschnittholzpreise steigen weiter

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Nach dem Corona-Schock sind die Nadelschnittholzpreise in Nordamerika dank der Corona-Hilfen und niedriger Hypothekenzinsen buchstäblich durch die Decke gegangen. Nach einer Verschnaufpause im Herbst steigen die Preise jetzt wieder.

Bis Mitte April befürchteten die kanadischen und US-amerikanischen Sägewerksbetreiber das Schlimmste: Der Markt stand still, die Preise sackten ab. Das änderte sich, als im April die US-Staatshilfen gegen die Folgen der Coronakrise anliefen.

Preisrekord im September

Bis August verdoppelte sich der Preis und im September sprengte der Ostküsten-Preis für SPF KD 2×4 2 & Better (Fichte/Kiefer/Tanne kammergetrocknet 2. Qualität und besser) die Marke von 1.000 US$ pro 1.000 board feet.

Zwischenzeitlich entspannte sich die Lage und die Preise sanken auf rund 700 US$/1000 bft. Mitte Dezember sind sie aber bereits wieder bei 800 US$ angekommen. Das ist ein Anstieg gegenüber November um 21 % und gegenüber Dezember 2019 um 70 %.

Exportmarkt für europäische Sägewerke

Für deutsche und europäische Schnittholzlieferanten heißt das, dass das Tor für Exporte nach Nordamerika auch weiterhin weit offensteht. Die vor kurzem erfolgte Senkung der US-Zölle für kanadisches Nadelschnittholz nimmt man hierzulande deshalb gelassen zur Kenntnis.

Kurzfristig werden die Holzpreise durch das offizielle Ende der diesjährigen Hurrikansaison und das anhaltend warme und trockene Wetter in der Mitte und im Osten der USA gestützt. Ersteres markiert den Beginn der Wiederaufbau-Arbeiten, durch zweiteres können die Baufirmen durcharbeiten.

Madison/Red.