Waldschutz

Noch mehr Naturschutz in bayrischen Wäldern

Bearbeitet von Carolin Föste

In Bayern sollen über das Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) 6 % der Fläche des Privat- und Körperschaftswaldes naturnah bewirtschaftet werden. Dazu können bis zum 31. Mai 2022 Förderanträge gestellt werden. Das berichtet das Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).

Waldbesitzende können ab sofort wieder Förderanträge für das VNP Wald stellen. Dazu betont Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber: „Unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sind als Partner im Waldnaturschutz unverzichtbar. Vergangenes Jahr konnten fast 10,5 Millionen Euro des Umweltministeriums für den Naturschutz an private und kommunale Waldbesitzer ausgezahlt werden. Das ist eine Steigerung um zwei Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Diese Rekordzahl wollen wir weiter steigern. Auch 2022 setzen wir auf viele neue Partner für den Schutz ökologisch wertvoller Wälder. Das Förderprogramm setzt Anreize für ein Mehr an Naturschutz auf privaten Waldflächen. Kooperativer Naturschutz ist auch im Wald der richtige Weg.“ Insgesamt nahmen im vergangenen Jahr rund 2.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer am VNP Wald teil.

Struktur- und Artenvielfalt wird honoriert

Insbesondere der Erhalt von Totholz und Biotopbäumen, die mit ihren Strukturen wie Höhlen oder Spalten für eine Vielzahl von Arten die Lebensgrundlagen bilden, stehe im Mittelpunkt der Förderung. Neben Einzelbäumen gebe es zudem für Altholzinseln, die sich gut in die Bewirtschaftung der Wälder integrieren lassen, eine Förderung. Gleiches soll für den Erhalt von Biotopbaum- und Totholzstrukturen nach einem Störungsereignis, wie einem Windwurf, gelten.

Interessierte können sich für eine Förderung an die unteren Naturschutzbehörden, an den jeweiligen Landratsämtern oder kreisfreien Städten, wenden und erhalten über die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Unterstützung bei der Antragstellung.

Quelle: StMUV