Holzverkauf und Holzpreise

Noch mehr deutsches Schnittholz in die USA

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Im Januar und Februar lagen die deutschen Ausfuhren von Nadelschnittholz (inklusive Hobelware) mit 1,56 Mio. m³ auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Bei den Mengen in die einzelnen Zieldestinationen kam es allerdings zu deutlichen Verschiebungen.

Die Mengen in Richtung der USA – der wichtigsten Zieldestination für deutsches Nadelschnittholz – stiegen um 31 % auf 339.000 m3. Die Exporte nach Österreich legten in diesem Zeitraum um 10 % auf 152.000 m3 und nach Frankreich um 9 % auf 143.000 m3 zu. Konstant blieben hingegen die Mengen in die Niederlande (142.000 m3) und nach Belgien (130.000 m3).

Weniger Holz nach Italien und China

Die prozentual größten Zuwächse erzielte Deutschland mit einem Plus von 74 % auf 127.000 m3 in Richtung Großbritannien, während die Lieferungen nach Italien (86.000 m3; –11%), China (79.000 m3; –46%) und Indien (36.000 m3; –29%) deutlich zurückgingen.

Fazit: Es wird nicht mehr Nadelschnittholz aus Deutschland exportiert als im Vorjahreszeitraum, die Preise für das exportierte Holz sind allerdings kräftig gestiegen und mit ihnen auch die Preise im Inland.

Reines Preisproblem

Der Durchschnittpreis für in die USA exportiertes Fichten-/Tannen-Schnittholz liegt im Februar 2021 um 50 % höher als im Vorjahresmonat, gegenüber Februar 2019 sogar 66 % höher. Die Materialknappheit im deutschen Holzbau ist also, zumindest Stand Ende Februar, kein Mengen- sondern ein reines Preisproblem.

Quellen: Holzkurier/Destatis