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Niedersächsische Landesforsten: Viele Ehrungen im Forstamt Ahlhorn

Gleich mehrere Mitarbeiter konnten Forstamtsleiterin Regina Dörrie und Personalratsvorsitzender Hans-Martin Cohrs auf der Personalversammlung des Forstamtes Ahlhorn ehren.

Der langjährige Mitarbeiter in der forstamtseigenen Teichwirtschaft, Andreas Dalinger aus Molbergen wurde in den Ruhestand verabschiedet. Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feierten die Harpstedter Forstwirte Ulrich Wilke und Heinz Kolweyh. Auch Markus Witten aus Staatsforsten erhielt für 25-jährige Zugehörigkeit als Forstwirt bei den Niedersächsischen Landesforsten eine Anerkennungsurkunde. Amtsleiterin Dörrie überbrachte allen die Glückwünsche im Namen der Landesforsten und wünschte Andreas Dalinger für den Ruhestand alles Gute mit einer Ruhebank aus heimischem Holz.

Aus Kasachstan kam Andreas Dalinger 1988 nach Ahlhorn und wurde kurz darauf vom Forstamt Ahlhorn als Facharbeiter für die Teichwirtschaft eingestellt. Das war damals ein Glücksgriff für die Teichwirtschaft, da der gelernte Baggerfahrer und Schlosser umfangreiche Fähigkeiten vorweisen konnte und sich sehr gut in den Teichwirtschaftsbetrieb einarbeitete. 2005 absolvierte Dalinger auch die Fischwirtprüfung mit Bravour und entwickelte sich zu einem überall gut einsetzbaren Mitarbeiter mit besonderem Schwerpunkt für alle technischen Arbeiten und den Maschinenpark. Nach 28 Dienstjahren in der Teichwirtschaft geht Andreas Dalinger nun aus gesundheitlichen Gründen mit 58 Jahren in den vorgezogenen Ruhestand. „Herr Dalinger wird uns in seiner zuverlässigen und kompetenten Art sehr fehlen. Wir wünschen ihm baldige Genesung.“ Mit diesen Worten verabschiedete Forstamtsleiterin Dörrie ihn in den Vorruhestand.

Die beiden Harpstedter Heinz Kolweyh und Ulrich Wilke haben beide ihre Forstwirt-Ausbildung im August 1977 im damaligen Forstamt Syke begonnen. Während Ulrich Wilke in der Revierförsterei Harpstedt gelernt hat, absolvierte Heinz Kolweyh seine Lehre in der Försterei Bassum. Seit 1981 ist er als gelernter Forstwirt für die Landesforsten im Einsatz, seit 2005 im Forstamt Ahlhorn. „Ich wollte eigentlich Tischler oder Elektriker werden, aber es gab gerade freie Ausbildungsplätze beim Forstamt und mein Vater und Großvater waren auch in der Forst, so dass ich mich beworben habe,“ schildert der 55-jährige Heinz Kolweyh seine damalige Entscheidung. Bereut hat er die Berufswahl bis heute nicht. „Die Arbeit macht Spaß und ist übers Jahr gesehen sehr vielfältig, vom Holzeinschlag über das Pflanzen und Pflegen, aber auch das Bauen von Erholungseinrichtungen.“

Auch Ulrich Wilke (55) hat einen besonderen Bezug zum Wald und ist ebenfalls in dritter Generation Forstwirt. Er wurde 1980 als fertiger Forstwirt im Revier Harpstedt übernommen, welches ebenfalls seit 2005 dem Forstamt Ahlhorn gehört. Da Ulrich Wilke schon immer ein Faible für Maschinen hatte, fährt er seit zwei Jahrzehnten Forstschlepper und hat sich in entsprechenden Lehrgängen fortgebildet. „Für mich ist die Arbeit im Wald ein schöner und abwechslungsreicher Job“, so Ulrich Wilke, der heute als Vorarbeiter die Forstwirte im Revier Harpstedt organisiert.

Markus Witten aus Cloppenburg-Staatsforsten begann 1992 im Reiherholz, im damaligen Forstamt Hasbruch, seine Ausbildung und wurde anschließend bei den Landesforsten fest angestellt. Seitdem war er in den Forstrevieren Cloppenburg, Markhausen, Augustendorf sowie Löningen im Einsatz. Seit 2009 arbeitet er am Waldpädagogikzentrum an den Ahlhorner Teichen und betreut Schülergruppen bei ihren Waldeinsätzen. “In dieser Zeit habe ich viel dazu gelernt, aber die Arbeit mit den heute sehr unterschiedlichen Schülern kann auch ganz schön anstrengend sein“, so der heute 43jährige Forstwirt zu seiner Arbeit in der Umweltbildung.

Mitarbeiter und Ausbildung im Forstamt Ahlhorn

Rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören zum Forstamt Ahlhorn, davon sind 16 Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister. Während den weit überwiegenden Teil der Holzeinschlagsarbeiten heute Holzerntemaschinen übernehmen, sind Forstwirte unverzichtbar beim Ernten stärkerer Laubbäume, beim Pflanzen und vor allem bei der Pflege, Überwachung und Betreuung der jüngeren Waldbestände zwischen Syke und Cloppenburg/Friesoythe. Die Landesforsten sind nicht nur größter Arbeitgeber für diesen Berufszweig, sie bilden jährlich auch gut 30 Auszubildende aus, von denen etwa zehn pro Jahr übernommen werden – Tendenz steigend.

In Weser-Ems gibt es mit Ankum und Neuenburg zwei Ausbildungswerkstätten. Der Countdown für die Ausbildungsplätze des nächsten Jahres läuft bereits. Die Bewerbungsfrist für die Ausbildung 2018 endet am 23. Oktober.

Mehr Informationen zur Ausbildung bei den Niedersächsischen Landesforsten HIER

Niedersächsische Landesforsten

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