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Niederschlesisches Waldfestival in Wrocław

Niederschlesisches Waldfestival in Wrocław

Zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 lud die polnische Forstverwaltung am Pfingstsamstag (11. Juni) Waldfreunde, Bürger und Touristen zu einem großen Waldfest auf den Rynek (Großer Ring) in der historischen Altstadt von Wroc³aw ein. Die 33 niederschlesischen Oberförstereien boten den Besuchern vielfältige Informationen zu den Themen „Wälder in Polen wachsen“, „Holz – umweltfreundlicher nachwachsender Rohstoff“, „Wälder für alle“, „Wälder schützen Lebensgrundlagen“ und „Wälder als Arbeitsplatz und Wirtschaftsfaktor“.
Über 30.000 Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen, zu Spielen und Wettbewerben rund um das Ökosystem Wald. Barfuß und mit verbundenen Augen über den Sinnespfad gehen, selbst Holz bearbeiten, den Hirschruf ausprobieren oder Tierarten des Waldes erraten, waren nur einige der attraktiven und von den niederschlesischen Förstern kreativ umgesetzten Angebote. Die beeindruckende Vielfalt der Präsentationen wurde durch Holzfällerwettkämpfe, Kabarettistisches aus dem Wald und musikalische Darbietungen unter dem Motto „Inspiration Wald“ umrahmt. Viele Besucher wurden mit kleinen Fichten, Tannen oder Buchen beschenkt, um den Wald in den eigenen Garten mitzunehmen. Und 10.000 Portionen Wild-Bigos fanden regen Zuspruch.
Als Ausdruck der engen Partnerschaft über die Neiße hinweg beteiligten sich die Landratsämter Görlitz und Bautzen am Waldfestival. Am Stand des Kreisforstamtes Görlitz wurden die Lausitzer Wölfe und ihre Lebensweise vorgestellt; viele Besucher ließen sich mit einem (präparierten) Wolf fotografieren. Das Bautzener Kreisforstamt demonstrierte die Waldbrandvorsorge mit einer Waldbrandüberwachungskamera. Und wie der Wolf zog ein großes Borkenkäfermodell viele Besucher magisch an.
20 Jahre nach Gründung der EUROREGION Neiße zeigt die Beteiligung der Oberlausitzer Förster, wie freundschaftlich (und normal) die fachlichen Beziehungen über die Neiße hinweg geworden sind. Das hat polnische wie deutsche Besucher der Stände sichtlich beeindruckt.
Christoph Schurr/LRA Bautzen

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