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Gefahr von Bodeneinbrüchen. Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge (o.)

Niedersächsisches Forstamt Göhrde: Gefahren im Forstort Junkerwerder

Der Forstort Junkerwerder zwischen Hitzacker und Tiessau hat eine wechselvolle Geschichte. Tiefe Gruben und Betontrümmer prägen dieses Waldgebiet der Niedersächsischen Landesforsten an der Elbe. Es sind die sichtbaren Überreste eines gewaltigen Tanklagers aus dem Zweiten Weltkrieg. Unter dem Waldboden des rund 400 ha großen Areals verbergen sich Hohlräume gesprengter Bunkeranlagen und Treibstofftanks. „Abseits der Wege droht durch plötzlich auftretende und schwer erkennbare Bodeneinbrüche Lebensgefahr“, warnt Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge.
Zum Schutz der Waldbesucher haben die Niedersächsischen Landesforsten in Abstimmung mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg das Wald-Betretungsrecht auf die Wege begrenzt.
  
Schilder rund um das Gelände weisen auf die Gefahren hin. „Erkannte Bodeneinbrüche zäunen wir ein und verfüllen sie möglichst“, erklärt der zuständige Revierförster Rolf Ebeling, „allerdings ist das ein dynamischer Prozess.“ Verfüllte Schächte, die zum Teil mehrere Meter tief sind, sacken nach, neue Bodeneinbrüche können überall entstehen.
Das Tanklager am Elbufer bei Hitzacker wurde in den Jahren 1936 bis 1938 zur Lagerung von Treibstoffen und Öl für den Kriegsfall eingerichtet. Zur Anlage gehörten ausgedehnte Straßen-, Schienen-und Rohrsysteme, Häfen, Pumpstationen und zahlreiche andere Gebäude. Nach dem Krieg wurden die Anlagen demontiert und teilweise gesprengt. Das vor 65 Jahren aufgeforstete Gelände gehört heute zur Revierförsterei Siemen des Niedersächsischen Forstamtes Göhrde.
NLF
Revierförster Rolf Ebeling (u.). Foto: NLF Gefahr von Bodeneinbrüchen. Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge (o.)

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