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Niedersächsische Landesforsten

Einschlag-Stopp für Fichte in den Niedersächsischen Landesforsten

Um den Holzmarkt bei der Fichte nicht zu überfordern, verzichten die Niedersächsischen Landesforsten ab sofort auf den Einschlag stehender Fichte. Gleichzeitig werden Einlagerungsmöglichkeiten geprüft.

Das Orkantief „Friederike“ ist am 18. Januar über Niedersachsen hinweggezogen. Die Schäden in den Niedersächsischen Landesforsten konzentrieren sich auf den Süden und hier vor allem auf Harz und Solling. In Summe beläuft sich die Menge an Sturmholz in den Landesforsten auf etwa 950.000 Fm, was rund 60 % des planmäßigen Einschlags entspricht. Betroffen ist fast ausschließlich Fichte, deren Menge auch bundesweit deutlich unter der des Sturms „Kyrill“ liegt. Auch die Struktur der Schäden zeigt ein anderes Bild. Es überwiegen Einzel-, Nester- und Kleinflächenwürfe. Größere Flächen und Windbruch sind nur vereinzelt in örtlichen Schadensschwerpunkten zu beklagen.

Klaus Jänich, Vizepräsident der Landesforsten, zum Umgang mit dem Schadholz: „Das Fichtenholz trifft auf einen intakten und aufnahmefähigen Holzmarkt. Um diesen nicht zu überfordern, verzichten wir in den Landesforsten ab sofort auf den Einschlag stehender Fichte. Gleichzeitig bauen wir die Logistik für den Ferntransport aus und prüfen die Einlagerungsmöglichkeiten.“ Laubholz und andere Nadelhölzer sind in nur sehr geringem Umfang betroffen. Der Einschlag dieser Baumarten wird daher, wie geplant, fortgeführt, wo die Witterungsverhältnisse dies zulassen. „Die Belieferung der Laubholzkunden ist uns ein wichtiges Anliegen“, betont Klaus Jänich.

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