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Niedersachsen startet in das Internationale Jahr der Wälder 2011

Niedersachsen startet in das Internationale Jahr der Wälder 2011

„In diesem Jahr lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein: Entdecken Sie unseren Wald! Am 21. März starten wir weltweit in das Internationale Jahr der Wälder 2011 der Vereinten Nationen“, erklärte Forstminister Lindemann in Hannover. Viele Waldbesitzer, voran die Niedersächsischen Landesforsten, öffnen ihre Tore weit für zahlreiche Aktionen im und um den Wald. Lehrreiche Erlebnisse und Spaß sind garantiert. Die niedersächsischen Wälder prägen unsere Landeskultur auf einer Fläche von über 11.500 Quadratkilometern – von der Nordseeküste über die Lüneburger Heide bis in den Harz. Das entspricht einem Waldanteil von 24 Prozent. „Für uns Menschen, für die Natur, unser Klima und die Wirtschaft leisten die Wälder unschätzbare Dienste“, erklärte Lindemann. „Diese Botschaft wollen wir den Menschen vermitteln.“
In den letzten sechzig Jahren hat sich unsere Waldfläche nach den kriegsbedingten Hieben, Brand- und Sturmkatastrophen wieder deutlich vergrößert. Stabile Laub- und Mischwälder entwickeln sich zunehmend. Waldbesitzer und Förster bewirtschaften den Wald ordnungsgemäß und auf ökologischer Grundlage. Sie haben ihn in vielen Generationen zu einem Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum mit unzähligen Funktionen aufgebaut und verzichten dabei fast vollständig auf Pflanzenschutzmittel und Dünger. „Nur bewirtschaftete Wälder können diese vielfältigen Funktionen erfüllen“, so der Forstminister. Daneben werden auch Waldflächen in den Landesforsten nicht bewirtschaftet, um ihre natürliche Entwicklung untersuchen zu können.
Mit einer groß angelegten Pflanzaktion starten die Niedersächsischen Landesforsten am 21. März in das Internationale Jahr der Wälder. In ganz Niedersachsen greifen heute rund 2000 Schülerinnen und Schüler zum Spaten und pflanzen in zehn verschiedenen Forstämtern Mischwälder der Zukunft. Ziel der Pflanzung ist es, die weltweite UN-Kampagne zum Erhalt unserer Wälder auch in den Schulen bekannt zu machen. Die Fünft- bis Achtklässler erleben hautnah die körperlich anstrengende Arbeit und erfahren gleichzeitig wie viel Zeit und Pflege ein zartes Pflänzchen braucht, um zu einem mächtigen Baumriesen heranzuwachsen: „PflanzZeit“ lautet deshalb das Motto der Aktion, welche von den Landesforsten zusammen mit den Kooperationspartnern benefiz e.V., der Stiftung Zukunft Wald und der Stiftung Bingo-Lotto organisiert wird.
„Im Internationalen Jahr der Wälder bringen wir der Bevölkerung mit einer Reihe von Aktionen die Bedeutung des Waldes und des nachwachsenden Rohstoffes Holz näher,“ erklärt Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, „dabei möchten wir auch deutlich machen, wie viel Zeit unser Wald für sein Wachstum und seine Pflege braucht. Waldwirtschaft ist ein Generationenvertrag.“ Mehrere Förstergenerationen sorgen über viele Jahrzehnte für die notwendige Pflege, damit  beispielsweise eine Buche zu einem stattlichen Baum heranwachsen kann. Wald hat und braucht Zeit!
Die „PflanzZeit“ der Niedersächsischen Landesforsten ist der Auftakt zu einer Vielzahl von Aktionen rund um den Wald. Die Förster möchten im Internationalen Jahr der Wälder den Blick der Menschen wieder stärker auf den Wald lenken und zeigen, dass der Wald zahlreichen Pflanzen und Tieren ein Zuhause gibt, den nachwachsenden Rohstoff Holz liefert und viel Raum für Erholung bietet. Im Anschluss an die „PflanzZeit“ starten die Landesforsten von Anfang April bis zum November mit einer weiteren Aktion, der „HolzZeit“, auf eine Tour durch 30 niedersächsische Städte. Hier laden dann überdimensionale Quader aus heimischem Holz in den Innenstädten zum Ausruhen und Nachdenken ein.
ML/NLF

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