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Der Seilbagger verfügt über einen Greifer und eine Seilwinde mit einem Seileinlauf in über 3 m Höhe , die am Arm des Baggers befestigt ist.

Seilbagger bei Maßnahmen zur Verkehrssicherung

Um absterbende Bäume an Straßen entnehmen zu können, setzen die Niedersächischen Landesforsten (NLF) im Forstamt Münden nun auch auf Spezialtechnik aus Österreich: Bei Verkehrssicherungsmaßnahmen kommt ein Seilbagger zum Einsatz.

Der Bagger ähnelt herkömmlichen Baumaschinen, verfügt aber über einen Greifer anstelle einer Schaufel und eine Seilwinde mit einem Seileinlauf in 3 m Höhe , die am Arm des Baggers befestigt ist. „Die Maschine ist gut dort einzusetzen, wo Bäume an kurzen, steilen Hängen zu entnehmen sind“, erklärte Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst, Leiter des Forstamtes Münden, der den Kontakt zum österreichischen Spezialunternehmer gesucht hatte.

Dort gerate die konventionelle Technik häufig an ihre Grenzen, weil die Seileinläufe bei Seilwinden der sonst üblicherweise eingesetzten Rückeschlepper in 1,5 m über dem Boden liegen. „Dadurch bekommt man die Bäume kaum über die Abbruchkante gezogen“, erläuterte Schmidt-Langenhorst. Weil durch die Trockenheit umfangreiche Schäden auch an der Buche festzustellen sind, sind an vielen Straßen Verkehrssicherungsmaßnahmen erforderlich, bei denen der Seilbagger zum Einsatz kommt.

Stärken des Verfahrens

Bei einem ersten Test im Niemetal bei Löwenhagen zeigten sich dann auch die Stärken des Verfahrens, die nicht nur in der hoch liegenden Seilwinde, sondern auch im leistungsstarken Arm des Baggers liegen. Wichtig sei vor allem aber auch, dass sich niemand im Gefahrenbereich der zu fällenden Bäume aufhält, wenn dieser von der Seilwinde des Baggers gezogen werden.

NLF

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