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Niedersächsische Landesforsten: Schulungen zur Rahmenvereinbarung Rohholzhandel

Niedersächsische Landesforsten: Schulungen zur Rahmenvereinbarung Rohholzhandel

Die „Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland“ (RVR) tritt ab 1. Januar 2015 in Kraft. Die RVR regelt die einheitliche Sortierung der Holzstämme nach Qualitätsmerkmalen wie Krümmung, Beulen oder Aststärken. Diese Einteilung ist entscheidend für die zukünftige Verwendung der Stämme und den erzielbaren Holzpreis. Auch die richtige Vermessung zur Bestimmung des Raummaßes von gestapeltem Holz (Polter) wird durch die Rahmenvereinbarung festgelegt.
Bereits seit 2008 arbeiten der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) gemeinsam an dem neuen Regelwerk für den Holzverkauf. „Das war eine lange Geburt, aber nun werden wir dem Kind einen guten Start verschaffen. Dazu haben wir Schulungen in unseren Forstämtern organisiert“, sagt Henry Haase, zentraler Holzverkäufer der Niedersächsischen Landesforsten (NLF). Mitarbeiter aus allen Regionen der Landesforsten trafen in diesen Tagen zusammen, um sich über die RVR zu informieren. Nach der Theorie ging es gemeinsam in den Wald.
Revierleiter, Forstwirte und Holzverkäufer schwangen selber den Zollstock, um das frisch gewonnene Wissen auf Praxistauglichkeit zu überprüfen. Dabei kam heraus: Trotz der bevorstehenden Änderungen bleibt vieles beim Alten. Die richtige Anwendung wird eine Frage der Gewöhnung sein.
Die RVR löst die lang tradierte „Handelsklassensortierung für Rohholz“ (HKS) ab, die in den vergangenen 40 Jahren als Gesetz wirkte. Im Gegensatz dazu ist die RVR als privatrechtliches Regelwerk flexibler angelegt. Sie kann bei Bedarf an sich ändernde Marktsituationen angepasst werden. Außerdem ist ihre Anwendung nicht verpflichtend. Forstleute und Holzkäufer können in ihren Kaufverträgen alles oder auch nur Teile aus der RVR übernehmen.
„Die Einführung ist ein Prozess, doch mittelfristig wird die RVR der Handelsgebrauch werden. In den Niedersächsischen Landesforsten werden wir sie größtenteils übernehmen – unsere Mitarbeiter sind schließlich gut vorbereitet“, resümiert Henry Haase.
NLF

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