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Niedersächsische Landesforsten: Hubschrauberkalkung in Klausheide (Nordhorn)

Niedersächsische Landesforsten: Hubschrauberkalkung in Klausheide (Nordhorn)

Ein Hubschrauber wird ab 13. August über dem Waldgebiet Klausheide aufsteigen und etwa 560 ha Waldfläche kalken. Auf sorgfältig ausgesuchten Waldflächen der Niedersächsischen Landesforsten werden die Kalke mit einem Magnesiumanteil und auf einer Teilfäche auch mit Phosphat ausgebracht, um die Bodenversauerung durch Luftschadstoffe für einige Jahre zu kompensieren. „Die Versauerung der Waldböden beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme und die Wurzelentwicklung der Bäume und damit den Gesundheitszustand der Waldbäume an sich“, erläutert Wilhelm Warning von der Revierförsterei Altenlingen die Maßnahme. Je nach Witterung dauert die Aktion ein bis zwei Wochen.

Genau 3 t kohlensaurer Magnesiumkalk werden pro Hektar Waldfläche flächenscharf per GPS-Steuerung mit dem Hubschrauber verteilt. Bei den Arbeiten wird es zu kurzfristigen Sperrungen im Bereich der Hubschrauberlandeplätze und der zu kalkenden Waldflächen kommen. Von Verkehrswegen und bebauten Flächen wird ein ausreichender Sicherheitsabstand von 50 bis 100 m eingehalten.

Die Kalkung erfolgt nach niedersachsenweiten Richtlinien auf den Waldböden, die besonders von einer Bodenversauerung betroffen werden. Sensible Bereiche werden vorher erfasst und ausgespart. In diesem Falle unter anderem das Naturschutzgebiet „Heseper Moor/Engdener Wüste“. Zum Schutz von Vögeln und Insekten werden staubarme Kalke verwendet, die erst nach der Brut- und Aufzuchtzeit der Vogelwelt ausgebracht werden. Auch für die unbelastete Trinkwassergewinnung auf den sandigen Böden in der Klausheide ist die Bodenschutzkalkung von Bedeutung.

Die Arbeiten werden durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen überwacht. Die Bodenschutzkalkungen werden je nach Zustand der Waldböden in einem Abstand von zehn bis zwanzig Jahren wiederholt.
Niedersächsische Landesforsten

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