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Niedersächsische Landesforsten: Bodenerkundung für zukünftige Waldentwicklung

Niedersächsische Landesforsten: Bodenerkundung für zukünftige Waldentwicklung

Ab Anfang Juli wird der Waldboden im Neustädter Holz in der Revierförsterei Celle erkundet und kartiert. Dafür werden mit einem Bagger zahlreiche Bodenprofile angelegt und Handbohrungen vorgenommen. Die Arbeiten werden von den Bodenexperten der Landesforsten aus Wolfenbüttel durchgeführt.

„Die Ergebnisse der Standortserkundung sind die Grundlage für zukünftige Entscheidungen zur Waldverjüngung und Waldpflege“, so Constantin Struckmeyer, der im Forstplanungsamt der Landesforsten solche Untersuchungen koordiniert. Die Waldbäume sollen auf ihrem Standort stabil, gesund und naturnah wachsen, den Boden schonen aber auch seine Potenziale nutzen, den umweltfreundlichen nachwachsenden Rohstoff Holz liefern und dem Waldbesitzer angemessene Holzerträge bringen. ; Die Waldbewirtschaftung kann nur ökologisch und ökonomisch optimal gesteuert werden, wenn die Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen bekannt ist. Auf Grund der Standortskartierung kann also entschieden werden, welche Baumarten zur Waldverjüngung gepflanzt werden sollen oder ob der Wald mit natürlicher Verjüngung in die nächste Generation übergehen kann. Gleichzeitig liefert die Standortskartierung (Bodenerkundung) wichtige Grundlagen für den Naturschutz, den Bodenschutz und den Grundwasserschutz. Aus den Aufnahmen ergibt sich ein vielfältiges Mosaik mit unterschiedlichen Standorten und Wuchspotenzialen. Für jeden Standort werden die nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten optimalen Baumarten empfohlen. ; Im Herbst, nach Abschluss der Arbeiten, werden die Bodenprofile im Neustädter Holz wieder verschlossen.

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