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Waldpädagoge Klaus Bente mit der Arche vom Tag der Regionen 2014.

Niedersächsische Landesforsten: Bilanz im Waldpädagogikzentrum Ahlhorn

Etwas gemischt ist der Rückblick auf das Jahr 2014 von Klaus Benthe vom Waldpädagogikzentrum Ahlhorn über die Schulklasseneinsätze. 15 Schulen aller Schulformen aus ganz Niedersachsen haben überwiegend den klassischen zweiwöchigen Arbeitseinsatz unter Anleitung von Forstwirten im Wald gebucht. Aufgrund der Lehrerproteste gegen Mehrarbeit an den niedersächsischen Schulen, sagte eine Schule kurzfristig ab und wegen der Umbauarbeiten an den Unterkünften in der Evangelischen Bildungsstätte Blockhaus Ahlhorn konnten im November keine Buchungen mehr angenommen werden.
Im Jahr 2015 soll es deutliche Verbesserungen geben. So wird ein viertes Holzhaus im Hüttenlager errichtet und die Evangelische Bildungsstätte wird durch Umbauten im Blockhaus Ahlhorn auch die Voraussetzung für Inklusionsklassen schaffen, schildert Benthe, der als Förster und Waldpädagoge die Einsätze leitet. Zudem wird es für Projektklassenfahrten neben dem derzeitigen Thema „Wald und Wasser“, ein neues Angebot „Wald und Mensch“ geben.
Ein schönes Projekt konnte Klaus Benthe zum Tag der Regionen im Oktober 2014 umsetzen: Die Idee mit einer Arche auf die Bedrohung durch den Anstieg der Meere im Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel hinzuweisen. Forstwirtschaftsmeister Hubert Krogmann schnitzte einen hölzernen Bootskörper aus Pappel und die Kinder auf dem Hoffest kneteten zusammen mit den Waldpädagogen Tierfiguren und besetzten damit das Holzboot. Die fertige Arche schmückt jetzt den Eingangsbereich zum Seminarhaus auf dem Teichgut.
Waldbezogene erlebnis- und handlungsorientierte Bildungsangebote
Das Waldpädagogikzentrum Ahlhorn als eines von neun Häusern der Niedersächsischen Landesforsten für mehrtägige Klassenfahrten ist aufgrund seiner idyllischen Lage im Waldgebiet rund um die Teichwirtschaft Ahlhorn und mit eigenem Sandstrand bei Schulen sehr beliebt und wird bis zu zwei Jahre im voraus gebucht.
Beim Jugendwaldeinsatz arbeiten die Schulklassen vormittags in Kleingruppen im Wald- und Naturschutzbereich unter Anleitung von auch pädagogisch geschulten Forstwirten. Bei der Holznutzung erschließt sich den Jugendlichen auch der aus der Forstwirtschaft stammende Begriff der Nachhaltigkeit und sie erfahren warum die Verwendung von Holz aus unseren Wäldern CO2-neutral und damit klimafreundlich ist. Für die Nachmittage steht ein vielfältiges Angebot aus den Bereichen der Wald-, Natur- und Erlebnispädagogik zur Auswahl. Ein weiteres Plus ist, dass der Waldeinsatz als Betriebspraktikum anerkannt wird.
Das Waldpädagogikzentrum Ahlhorn wurde 1968 als Jugendwaldheim Ahlhorn gegründet. Zunächst für Schulklasseneinsätze im Wald konzipiert, wurde das Konzept 2010 erweitert. Das Zentrum ist nun auch für andere waldpädagogische Angebote im Weser-Ems-Gebiet zuständig. Drei hauptamtliche Förster und eine Försterin entwickeln und koordinieren die Angebote in Zusammenarbeit mit nebenamtlichen Waldpädagogen und den interessierten Schulen in den verschiedenen Regionen. Mehr unter www.wpz-ahlhorn.de
NLF

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