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Förster Friedrich Rosanowski hat den Wertholzplatz vermessen und in einer Übersicht dargestellt. Von den Fuhrleuten werden die Nadelholz-Stämme am vorgegebenen Platz aufgereiht. Foto: NLF

Niedersächsische Landesforsten bereiten Nadelwertholz-Submission Oerrel vor

Wie bereits in den vergangenen Jahren organisieren die Niedersächsischen Landesforsten die Norddeutsche Nadelwertholz-Submission Oerrel. Die Submission ist ein schriftliches Bieterverfahren. Auf dem Wertholzlagerplatz des Forstamtes mit der Größe von vier Fußballfeldern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Für Förster Friedrich Rosanowski gibt es alle Hände voll zu tun. „Täglich rollten hier neue Holzlastzüge heran. Unsere hölzernen Sahnestücke müssen von allen Seiten betrachtet werden können“, so der Forstmann. Die Kiefern-, Douglasien- und Lärchenstämme kommen aus Wäldern verschiedener Waldbesitzarten in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
Der Förster achtet darauf, jeden der insgesamt 1.048 Stämme ins rechte Licht zu rücken.

Er kontrolliert die Verkaufslose auf Vollzähligkeit sowie saubere Schnittflächen und legt die Nummernfolge für den Versteigerungskatalog fest. Dieses sog. Losverzeichnis wird in der Zentrale der Landesforsten in Braunschweig erstellt.

„Das vielfältige Angebot, die besondere Art der Präsentation und die sehr gute Qualität der Hölzer locken seit über 20 Jahren Käufer aus ganz Deutschland in die Heide“, berichtet Forstamtsleiter Rainer Soyka vom Forstamt Oerrel. Die Bieter begutachten Schnittflächen und Rindenstruktur um zu entscheiden, ob daraus edle Furniere, massive Fensterrahmen oder dauerhafte Holzfußböden entstehen werden. In Skandinavien ist insbesondere hochwertiges Douglasienholz begehrt, um daraus groß dimensionierte Schlossdielen für traditionelle, aber auch moderne Architektur herzustellen.
Die Wertholzversteigerungen der Niedersächsischen Landesforsten gelten als wichtige Barometer am deutschen Holzmarkt. „In diesem Jahr gibt es auch etwas Ungewöhnliches zu bestaunen“, sagt Lagerplatzbetreuer Rosanowski, „1972er Sturmholz aus dem Celler Land – 44 Jahre im Wasser gelagert.“
Niedersächsische Landesforsten
Förster Friedrich Rosanowski hat den Wertholzplatz vermessen und in einer Übersicht dargestellt. Von den Fuhrleuten werden die Nadelholz-Stämme am vorgegebenen Platz aufgereiht. Foto: NLF R. Baumgart

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