Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Neue Runde für die Niedersächsische Forstmedaille

Niedersächsische Forstmedaille soll Verdienste um den Wald würdigen

Niedersachsens Forstminister Gert Lindemann will mit einer „Niedersächsischen Forstmedaille“ besondere Verdienste für den heimischen Wald auszeichnen. „Der Wald ist seit Jahrtausenden unser gemeinsames Kulturerbe. Wer sich für ihn einsetzt, verdient Anerkennung“, so Lindemann. „Denn Wälder bilden die Grundlage für die kulturelle und technische Entwicklung des Menschen, für unseren Wohlstand und für eine lebenswerte Umwelt.“ Weltweit sind die Leistungen der Wälder für Mensch, Natur und Wirtschaft von überragender Bedeutung. „Unsere nachhaltige multifunktionale Forstwirtschaft in Niedersachsen ist vorbildlich und kann Impulse auch für andere Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft geben“, so der Minister weiter. Auch daran will die Medaille erinnern.
Die Forstmedaille wird im „Internationalen Jahr des Waldes 2011“ der Vereinten Nationen erstmalig vergeben. Das Ministerium will Personen auszeichnen, die sich für den niedersächsischen Wald und seine vielseitigen Funktionen verdient gemacht haben. Nun sind Vorschläge für mögliche Preisträger gefragt. Besonders im Blickfeld hat Minister Lindemann ehrenamtliche und innovative Aktionen oder solche mit Vorbild- und Modellcharakter. Vorgeschlagen werden können insbesondere Einzelpersonen, Waldbesitzer, forstwirtschaftliche Vereine, Nicht-Regierungs-Organisationen, Kindergärten und Schulen, Stiftungen, Kommunen oder Einrichtungen aus Forschung und Lehre. Die Forstmedaille wird höchstens einmal im Jahr vergeben.
Vorschläge für mögliche Preisträger nimmt das Landwirtschaftsministerium in Hannover entgegen. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen endet am 1. Mai jedes Jahres, danach wird eine hochkarätige Jury die Vorschläge beurteilen. Eine Seite der Forstmedaille bildet Johann Georg von Langen ab, einen universalen Geist, der im 18. Jahrhundert vielfältig wirkte und als Vater der forstlichen Nachhaltigkeit gilt. Er initiierte auch den Kartoffelanbau im Harz. Im Jahr 1747 setzte ihn Herzog Carl I. von Braunschweig als ersten Leiter der Porzellanmanufaktur Fürstenberg / Weser ein, wo er die Herstellung des damals nur wenigen Begüterten vorbehaltenen „weißen Goldes“ beförderte. Die andere Seite der Medaille ziert ein junges Eichenbäumchen.
 
ML

Auch interessant

von