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Niedersächsische Forstmedaille 2013 verliehen

Niedersächsische Forstmedaille 2013 verliehen

Forstminister Christian Meyer hat 2013 verdiente Vereine und Personen mit der Niedersächsischen Forstmedaille geehrt. „Viele reden von der Nachhaltigkeit, aber unsere drei Preisträger haben kräftig zugepackt und für den Wald und die Umweltbildung Vorbildliches geleistet“, sagte er in einer Feierstunde am 11. September 2013 im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg/Weser. Der Minister würdigte die „Gesellschaft der Freunde des Hasbruch“, den Verein „Kindererlebniswald Hildesheim“ sowie den Forstwirt Adolf Wilshusen und überreichte ihnen für ihr Engagement die Niedersächsische Forstmedaille. „Das Vorsorgeprinzip der Nachhaltigkeit ist in der Forstwirtschaft seit 300 Jahren fest etabliert und im Wald tägliche Praxis“, unterstrich Minister Meyer. „Aber wir brauchen nötiger denn je auch ehrenamtliche Initiativen durch engagierte Menschen wie unsere Preisträger.“Die PreisträgerDen 1. Preis erhält der Verein „Gesellschaft der Freunde des Hasbruch“. Die Gesellschaft wurde bereits 1964 gegründet und ist eine der ältesten Bürgerinitiativen in Niedersachsen. Die Mitglieder verhinderten damals erfolgreich, dass der Verlauf der Autobahn 28 von Bremen nach Oldenburg mitten durch den historischen Hasbruch-Wald geführt wurde. Heute engagieren sich die „Freunde des Hasbruch“ vielfältig für den Naturschutz, die Erholung und die Kulturgeschichte in diesem 6,5 Quadratkilometer großen Wald-Naturschutzgebiet zwischen Bremen und Oldenburg. Der Hasbruch beherbergt einen Urwald und bis zu 1.200 Jahre alte imposante Hutewaldeichen. Die Hutewälder dienten lange dem Vieheintrieb und wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Nutzung genommen.Der noch junge Verein „Kindererlebniswald Hildesheim“ erhält den 2. Preis. In ehrenamtlicher Initiative unter Leitung des Architekten Peter Thönelt hat der Verein den über 10.000 Quadratmeter großen ehemaligen Forstgarten der Stadt Hildesheim instand gesetzt, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Er dient nun der Waldumweltbildung für Kindertagesstätten, Grundschulen und andere Kindergruppen im Alter von drei bis zehn Jahren. Wie alle Wälder ist auch der Kindererlebniswald Hildesheim aufgrund seiner langfristigen Naturabläufe ein idealer außerschulischer Erlebnis- und Lernort für eine Bildung zu nachhaltiger Entwicklung.Empfänger des 3. Preises ist Adolf Wilshusen aus Oerel-Barchel im Landkreis Rotenburg-Wümme. Der Landwirt und Waldeigentümer kämpft seit über 20 Jahren für die ökologische Entwicklung seines Waldes. Obwohl sich zeitgemäße und naturnahe Jagd an ökologischen Prinzipien ausrichten sollte, gefährden im umliegenden „Barcheler Holz“ überhöhte Damwildbestände seit Langem die biologische Vielfalt und die natürliche Waldentwicklung. Daher hat Herr Wilshusen seinen Wald vollständig eingezäunt. Durch diese Maßnahme konnten sich in seinem Walderbe besondere forstliche Vielfalt und Naturnähe entwickeln. Hierbei hat der Preisträger viel Mut und Durchhaltevermögen bewiesen.

ML

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