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Die Auszubildenden lernten ihr Handwerk in verschiedenen Waldbesitzarten, wovon die Niedersächsischen Landesforsten Jahr für Jahr die zahlenmäßig größte Gruppe ausbilden.

Niedersachsens Wald braucht Forstwirte

Nach Lehrzeit und Freisprechung sind sie jetzt gefragte Fachleute im Forst: Alle 41 Auszubildenden in Niedersachsen bestanden ihre Abschlussprüfung im Beruf Forstwirt.

Die Absolventen legten vor dem Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erfolgreich ihre Gesellenprüfungen ab. Am 11. Juli erhielten sie im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof ihre Freisprechungs-Urkunden. Nun warten vielfältige Jobangebote auf die jungen Fachkräfte. „Niedersachsens Wald braucht Sie und die Niedersächsischen Landesforsten auch“, brachte es Klaus Jänich auf den Punkt. Der Vizepräsident der Landesforsten gratulierte zur Abschlussprüfung und versprach 19 Bewerbern Arbeitsverträge im Landeswald.

Gut ausgebildete Forstwirte seien gefragt auf dem Arbeitsmarkt, sagte Heinrich Grupe, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Auch im Wald mache sich der demografische Wandel bemerkbar, und mit dem Klimawandel kämen neue Herausforderungen auf Forstbetriebe, forstliche Lohnunternehmer und Waldbesitzer zu, so Grupe in seiner Rede auf der Freisprechungsfeier. Der Vizepräsident erinnerte die Absolventen an ihre Schlüsselqualifikationen, die sie im Rahmen ihrer dualen Ausbildung erworben hätten und forderte sie auf, die Möglichkeiten zur Weiterbildung als Forstwirtschaftsmeister, Forstmaschinenführer oder Landschaftspfleger zu nutzen.

Michael Thätner, Leiter des NFBz, gratulierte dem gesamten Jahrgang und ermunterte die jungen Absolventen: „Sie sind selbstbewusste junge Menschen, die Spaß an der Arbeit haben. Gut gewappnet werden Sie gebraucht und erwartet in ihrem weiterem Berufsleben“.

Für die Absolventen dankte Class Riebesehl den Ausbildungsbetrieben, Berufsschullehrern und den in der Lehre eingebundenen Einrichtungen. Zahlreiche Angehörige und Freunde füllten das Festzelt am Forstlichen Bildungszentrum. Das NFBz habe die Auszubildenden aus ganz Niedersachsen auch in der Freizeit nähergebracht, erinnerte Forstwirt Claas Riebesehl seinen Jahrgang an unvergessliche Abende im Kaminzimmer des Aus- und Fortbildungszentrums im Münchehof.

Ausbildung in verschiedenen Waldbesitzarten

Im NFBz fanden nicht nur die Prüfungen statt. Auch die mehrwöchige überbetriebliche Ausbildung während der Lehrzeit brachte die angehenden Forstwirtinnen und Forstwirte wiederholt im NFBz zusammen. Die unterschiedlichen Ausbildungsbetriebe lagen in den Wäldern zwischen Nordsee und Südniedersachsen. Die Auszubildenden lernten ihr Handwerk in verschiedenen Waldbesitzarten, wovon die Niedersächsischen Landesforsten Jahr für Jahr die zahlenmäßig größte Gruppe ausbilden. Auch städtische Waldbesitzer, Bundesforsten, forstliche Lohnunternehmer oder Forstdienstleister zählten zu den Betrieben, die die jungen Menschen auf das Berufsleben im Wald vorbereitet hatten.

Die besten Absolventen

Für besondere Leistungen wurden mehrere Auszubildende geehrt. Als bester Absolvent bestand Yannis Drinkmann aus Dassel die Prüfung. Sein Ausbildungsbetrieb war das Niedersächsische Forstamt Dassel. Das zweitbeste Ergebnis erreichte Claas Riebesehl aus Fintel. Er lernte sein Handwerk im Niedersächsischen Forstamt Rotenburg.

Neun Gesellen erfüllen die Aufnahmekriterien für das Begabtenförderprogramm berufliche Bildung.

Red./NLF

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