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Niedersachsen: Waldumbau im Schweinebrücker Fuhrenkamp

Niedersachsen: Waldumbau im Schweinebrücker Fuhrenkamp

Der für dieses Jahrzehnt von den Niedersächsischen Landesforsten vorgesehene Waldumbau im Schweinebrücker Fuhrenkamp geht dem Ende zu. Mit Abschluss der jetzt begonnenen Pflanzsaison sind dann seit 2010 etwa 115.000 Bäume gepflanzt worden. 
„Das Ziel, die bis 130 Jahre alten Kiefern aus der damaligen Heideaufforstung mit Douglasien und Buchen anzureichern, erreichen wir in diesem Frühjahr“, erläutert Revierförster Martin Susse die Pflanzaktion.
Leitbild auf den jetzt bepflanzten 28 ha Waldfläche ist ein Dreiklang der forstwirtschaftlich wichtigen Baumarten Kiefer, Douglasie und Buche begleitet von natürlich ankommenden Baum-und Straucharten.
Während drei Viertel der geplanten Waldfläche bereits ausgepflanzt sind, stehen in diesem Frühjahr noch 8 ha zur Bepflanzung mit 8.000 Douglasien und 28.000 Buchen an. Als Pflanzer sind die Auszubildenden des Forstamtes Neuenburg im Einsatz, die mit ihrem Ausbilder Konrad de Buhr verschiedene Pflanztechniken mit unterschiedlichen Pflanzspaten und Pflanzhacken erlernen. Die Arbeit im Fuhrenkamp wird noch etwa bis Ostern dauern.
Seit 2009 waren den Pflanzungen intensive Durchforstungen vorausgegangen. Das Ziel war einen lichten Schirm aus alten Kiefern mit genügend Platz und Licht für den zu pflanzenden Nachwuchs zu schaffen. Die ersten der angelegten Pflanzungen sind schon über der Grasvegetation deutlich sichtbar. Die insgesamt rund 40.000 Douglasien und 70.000 Buchen werden von unten in die Kiefern einwachsen, begleitet von der ein oder anderen vom Eichelhäher gesäten Eiche. Auch 4.000 Roteichen wurden gepflanzt.
Langfristige Ziele
Damit wird der Fuhrenkamp in den nächsten Jahren sein Gesicht stark verändern. Die bislang unterrepräsentierten Laubbäume nehmen auf 10 % der Waldfläche deutlich zu.
„Wir erwarten mehr Stabilität gegen Sturm und andere Gefahren, einhergehend mit einem verbesserten Waldinnenklima, einem abwechslungsreichem Waldbild, verbesserten Waldböden und einer Steigerung der Artenvielfalt“, so Förster Susse zu den langfristigen Zielen. „Und natürlich soll auch die Nutzung des Waldes soll für die Zukunft nachhaltig gesichert und verbessert werden.“
Niedersächsische Landesforsten

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