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Niedersachsen: Umweltministerium untersucht mutmaßlichen Wolfsbiss

Das niedersächsische Umweltministerium hat sich in die Untersuchung des am Nachmittag des 28. November gemeldeten möglichen Wolfsbisses an einem Menschen in Bülstedt im LK Rotenburg eingeschaltet.

Nachdem das Ministerium am Nachmittag des 28. November Kenntnis von dem Vorfall erlangt hatte, wurden unverzüglich zwei Mitarbeiterinnen des Wolfsbüros zur Sachverhaltsaufklärung nach Bülstedt geschickt. Vor Ort wurde Kontakt zu dem Melder aufgenommen. Es wurden Tier-Haarproben, der Pullover des Melders und der Hammer, mit dem der mutmaßliche Wolf abgewehrt wurde, sichergestellt. Die Proben sollen jetzt einer DNA-Analyse unterzogen und als Eilprobe beauftragt werden. Erste Ergebnisse werden nächste Woche erwartet. Das Umweltministerium steht hierzu auch mit dem örtlichen Wolfsberater in engem Austausch. Zudem waren Mitarbeiter der örtlichen Polizeidienststelle vor Ort.

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, hat bereits Gespräche mit dem Ortsbürgermeister der Gemeinde Bülstedt, dem der Vorfall vom behandelnden Arzt gemeldet wurde, und dem Landrat des LK Rotenburg geführt. Sollte sich durch die entnommenen DNA-Proben bestätigen, was derzeit nicht erwiesen ist, dass es sich bei dem Biss tatsächlich um einen Wolfsbiss handelt, muss das Tier im Rahmen einer Maßnahme zur Gefahrenabwehr so schnell wie möglich getötet werden. Für diesen Fall hat das Umweltministerium bereits jetzt auf Leitungsebene Kontakt mit dem Innenministerium aufgenommen.

Olaf Lies: „Ich nehme die Situation sehr ernst und bin mit allen zuständigen Personen im Gespräch. Dennoch nützt es nichts, jetzt in Panik zu verfallen – zunächst gilt es den Sachverhalt sauber aufzuklären, um dann handlungsfähig zu sein, sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es sich um einen Wolfsbiss handelt.“

Red./MU Niedersachsen

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