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Mit moderner Technik gegen Holzdiebe

Niedersachsen: Moderne Ortungstechnik gegen Holzdiebe

Gelegenheit macht wohl sprichwörtlich „Holzdiebe“. Im niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel wurden abermals große Mengen Holz aus den Wäldern entwendet. Nun sagen die Niedersächsischen Landesforsten mit moderner Technik den Holzpiraten den Kampf an.

Mit Hightech GPS-Ortungsgeräten, sogenannten „Holztrackern“, wird versteckt und heimlich das Holz in den Wäldern verwanzt. Diese Technik ist nicht neu. Bereits seit 2013 schützen die Landesforsten ihr Holz damit. 2016 konnten mithilfe der Staatsanwaltschaft bereits die ersten Holzdiebe im Raum Braunschweig und im Harz überführt werden.

„Mithilfe eines kleinen unscheinbaren Kästchen werden die Holzpolter geschützt“, erklärte Andreas Möhring, Betriebsdezerent im Forstamt Wolfenbüttel das Vorgehen. Zum einen werde dabei ein GPS-System zur Ortung des Holzes verwendet. Zum anderen komme ein Bewegungssensor zum Einsatz, der bei Bewegung des Holzes einen Alarm über das verbaute Mobilfunkmodul an die Landesforsten und an die Holzkunden absetzt.

Praxiserfahrungen

Das Holz in den Wälder gehört in den meisten Fällen bereits den Kunden der Landesforsten. „Holzklau ist keineswegs neu“, so Möhring, „durch den Einsatz der Tracker konnten wir zwar einen Rückgang verzeichnen, dennoch kommt es immer wieder zu Diebstählen. Der dabei verursachte Schaden für uns und unsere Kunden liegt schnell bei mehreren Tausend Euro weshalb auch jeder Fall der Polizei gemeldet wird.“

Holz wird vor allem dort geklaut, wo der Wald gut zu erreichen ist. So nahmen Diebe z. B. zwei volle Lkw-Ladungen Buchenindustrieholz aus einem Waldstück bei Helmstedt mit. Bei den Dieben handelt es sich sowohl um Gelegenheitstäter als auch um Profis. „Für diese Menge braucht man schon schweres Gerät, um es abzutransportieren”, sagte Dennis Glanz, stellvertretender Unternehmenssprecher der NLF, „da sind Hochkriminelle am Werk.“

NLF/Red.

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