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Zwei Generationen: Walter Hennecke (l.) und Wolf Ebeling

Niedersachsen: Leitungswechsel im Forstamt Neuhaus

Das Niedersächsische Forstamt Neuhaus steht unter neuer Leitung. Am 1. August übernahm Wolf Ebeling die Geschäfte von seinem Vorgänger Walter Hennecke, der am 31. Juli nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand gewechselt ist.

Als Forstamtsleiter lenkte Hennecke den Geschäftsbetrieb auf einer Fläche von rund 19.500 ha Landeswald. Zum Forstamt gehören zwölf Förstereien, die die Wälder im gesamten westlichen Solling – vom Vogler und Burgberg im Norden bis vor Bad Karlshafen und Bodenfelde im Süden – betreuen. Weiterhin berät und betreut das Forstamt kommunale und genossenschaftliche Waldbesitzer. Der Forstdirektor leitete das Forstamt Neuhaus seit 2005.

Zur Person Walter Hennecke

Nach dem Forststudium in Göttingen und einige Zeit in der Forstplanung in Wolfenbüttel begann Hennecke 1986 im Harz seine forstliche Laufbahn. Dort widmete er sich im Forstamt Andreasberg dem Walderneuerungsprogramm Harz. Als Projektleiter übernahm er die Aufgabe, den Umbau der niedersächsischen Harzwälder von überwiegend reinen Fichtenwäldern in Mischwälder einzuleiten. Die spätere Inventur der Wälder im Forstamt Andreasberg bescheinigte Forstamtsleiter Hennecke, das damals noch junge „Langfristige ökologische Waldentwicklungsprogramm“ (LÖWE) positiv umgesetzt zu haben. Mit Gründung des Nationalparks Harz wechselte Hennecke 1994 als Betriebsdezernent in die Verwaltung des Schutzgebietes. Hier sammelte er wesentliche Erfahrung in der Bekämpfung der Borkenkäfer. Seine Tätigkeit im Harz endete 2000 mit der Übernahme der Leitung des Forstamts Stauffenburg. Die letzte Station auf seinem langen Dienstweg führte Hennecke in den Solling. Seit 2005 lenkte er das Forstamt Neuhaus. Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten (NLF) dankte Walter Hennecke im Namen der Niedersächsischen Landesforsten für seine Dienste und überreichte ihm im Rahmen einer Abschiedsfeier am 26.Juli in Neuhaus die Entlassungsurkunde.

Frank Brakebusch sprach im Namen von rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamt-Teams seinen Dank zur Verabschiedung eines Chefs aus, der mit seinen Ideen und Neuerungen das Forstamt geprägt habe. Betriebsdezernent Brakebusch listete zehn Ereignisse auf, die in den vergangenen fünfzehn Jahren dem Forstamt einen Stempel aufgedrückt hätten: Neben der Bewältigung der Schäden durch den Sturm „Kyrill“ 2007 waren wesentliche Meilensteine der Bau des Wildpark-Hauses, die Auszeichnung des Sollings als Deutschlands Waldgebiet des Jahres 2013 und die Renaturierung zahlreicher Moorgebiete im Mittelgebirge. In seine Amtszeit fielen die Erweiterung des Hutewaldes Reiherbachtal, der An- und Umbau des Forstamtes sowie das Eichen-Nachhaltigkeitskonzept, das durch den Sturm „Friederike“ vom Januar 2018 nochmals Auftrieb erhielt.

Zur Person Wolf Ebeling

Sein Nachfolger ist der aus Celle stammende Wolf Ebeling. Der 36-jährige Forstwissenschaftler war zuvor drei Jahre lang Geschäftsführer des Deutschen Forstwirtschaftsrates mit Sitz in Berlin. Seit Mai arbeitete sich Ebeling in die Leitung des Forstamts Neuhaus ein. Er wohnt inzwischen mit seiner Familie in Holzminden.

Red./Quelle: NLF

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