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Niedersachsen: Leicht verringerter Zuwachs bei Holzfeuerungen

Niedersachsen: Leicht verringerter Zuwachs bei Holzfeuerungen

In Niedersachsen ist die Holzenergienutzung im Jahr 2013 weiter angestiegen, die Zuwachszahlen sind gegenüber 2012 jedoch leicht zurückgegangen. Durch den Einsatz des Energieträgers Holz ergaben sich 2013 Einsparungen an fossilen Energieträgern in Höhe von etwa 12,3 Mrd. kWh.
Die Holzfeuerungsanlagen verringerten somit den Kohlendioxidausstoß in Niedersachsen um mehr als 3,8 Mio. t und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Das zeigt die „Feuerstättenzählung Niedersachsen 2013“, die gemeinsam vom 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V. und dem Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen (LIV) im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchgeführt wurde.
Anlagenbestand
Der Bestand an Pellet-Feuerungen stieg um 2.152 Neuanlagen auf rund 19.500 Anlagen. Bei den neuen Pelletanlagen handelt es sich um 1.065 Pellet-Öfen und 1.087 Pellet-Zentralheizungen. Der Bestand an Holzhackschnitzel-Feuerungen (bis 1 MW) wuchs um 308 Anlagen auf rund 3.600 Anlagen. Bei den Scheitholz-Feuerungen kamen 30.299 Neuanlagen hinzu, wodurch sich der Bestand auf insgesamt 1,31 Mio. Anlagen erhöhte. Der Zuwachs ist hier sowohl bei den Einzelöfen als auch bei den Zentralheizungen leicht zurückgegangen. Legt man die Gesamtzahl aller Anlagen zugrunde, kommt eine Holzheizanlage auf 5,8 Einwohner Niedersachsens.
Holzbrennstoffe
Neben den Zahlen zum Anlagenbestand sind auch Angaben zu den eingesetzten Holzbrennstoffen von Interesse. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat 3N und den LIV deshalb beauftragt, in einer Zusatzuntersuchung Daten zu Menge, Qualität und Herkunft des eingesetzten Holzes zu erheben.
Der Holzverbrauch der Anlagen unter 1 MW wird auf etwa 3,5 Mio. Fm berechnet. Diese Menge verteilt sich zu 82 % auf Scheitholz-Feuerungen, 11 % auf Holzhackschnitzel-Feuerungen und 7 % auf Pellet-Feuerungen.
Um für Niedersachsen ein Gesamtbild aller Holzfeuerungsanlagen zu erhalten, wurden in Kooperation mit der Zentralen Unterstützungsstelle Luftreinhaltung, Lärm und Gefahrstoffe wie 2012 auch die Anlagen mit mehr als 1 MW Feuerungsleistung in die Auswertung eingebunden. Sie kommen auf eine Zahl von 81 Anlagen. Hierbei dominiert zahlenmäßig die Klasse im Leistungsbereich von 2 bis 5 MW mit 40 Anlagen. Von den 81 Anlagen sind 23 Anlagen Heizkraftwerke, die neben thermischer auch elektrische Energie bereitstellen. 58 Anlagen sind Heizwerke. Insgesamt werden jährlich rund 1,34 Mio. t holzartige Biomassebrennstoffe in den Anlagen über 1 MW eingesetzt, was einer Menge von etwa 2,06 Mio. Fm entspricht.
Holzherkunft

In Niedersachsen wachsen jährlich rund 12,3 Mio. Fm Holz nach, von denen rund 9,2 Mio. als Erntefestmeter zur Nutzung zur Verfügung stehen. Es muss berücksichtigt werden, dass in Scheitholz- bzw. Holzhackschnitzelfeuerungen auch Holzbriketts, Sägeresthölzer, Holz aus der Garten- und Landschaftspflege sowie naturbelassene Althölzer eingesetzt werden, so dass sich der Anteil an Waldholz verringert. Gleiches gilt für Holzpellets, die überwiegend aus Sägenebenprodukten hergestellt werden.
Die komplexen Strukturen des Holzmarkts lassen außerdem keine belastbaren Aussagen zu, welche Anteile welcher Sortimente innerhalb der Landesgrenzen erzeugt und genutzt werden.
In Kombination mit der Statistik der Holzherkunft aus der Verbrauchsdatenerhebung entsteht eine mengengewichtete, energiebezogene Herkunftsverteilung. Demnach stammen 74 % des in Anlagen unterhalb 1 MW Feuerungsleistung eingesetzten Holzes aus dem Wald, 89 % als Scheitholz und 11 % als Hackschnitzel. 14 % des Holzes werden als Nebenprodukt einer Verarbeitungsstufe oder nach einer stofflichen Nutzung gewonnen.
 

Zum Infomaterial auf www.3-n.info

 
3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe

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