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Niedersachsen: Kartierung an der Sauparkmauer

Niedersachsen: Kartierung an der Sauparkmauer

Die historische Mauer um den Saupark zwischen Springe und Eldagsen wird momentan von Studenten der Leibniz Universität Hannover genau unter die Lupe genommen. Die Hochschüler des Studiengangs „Landschaftsarchitektur und Umweltplanung“ erfassen zurzeit die Vegetation an der Natursteinmauer und dokumentieren gleichzeitig den baulichen Zustand des 16 km langen Bauwerks. Anschließend sollen Empfehlungen zur Erhaltung und Pflege dieses Kulturdenkmals gegeben werden. Hierzu arbeiten die angehenden Fachleute sowohl eng mit Naturschutzförster Heiko Brede vom Forstamt Saupark, als auch mit dem örtlichen Denkmalschutz zusammen.
Am 29. September werden die Ergebnisse vorgestellt. Auch die Niedersächsischen Landesforsten und das Forstamt Saupark als Grundeigentümer des Mauerparks sind gespannt auf die Ergebnisse und Empfehlungen.
Mit seinen genau 16,3 km Länge ist die Sauparkmauer das längste Baudenkmal Niedersachsens. Der Saupark Springe entstand auf Anweisung König Wilhelms IV., der im Jahr 1834 verfügte, die Königliche Reviere Springe und Altenhagen mit einer 2,20 m hohen Mauer zu umgeben (Sauparkmauer). Der Bau dauerte von 1835 bis 1839. Rot- und Schwarzwild wurde in Anwesenheit von König Ernst August durch ein riesiges Beitreiben mit Hunderten von Treibern durch eine Mauerlücke, die anschließend geschlossen wurde, in den Park hineingedrückt. Das Gebiet umfasste 1600 ha und diente zunächst als königlich-hannoversches, später als kaiserliches Hofjagdrevier.

Seit 1954 ist der Mauerpark mit den südlich angrenzenden Wäldern des Nesselberges Naturschutzgebiet. Die Mauer ist Bestandteil des Naturschutzgebietes.

NLF

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