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Niedersachsen: Internationale Forstexperten besuchen Vorzeige-Wald bei Gittelde

Das Niedersächsische Forstamt Seesen stellt internationalen Forstexperten seinen Musterwald „Landteil“ vor. Der bei Gittelde gelegene Forstort ist zwei Tage lang Ziel einer Exkursion von Forstleuten und Waldbesitzern aus Deutschland und seinen Nachbarländern.

Seit 1943 verzichten Forstleute hier auf Kahlschläge und pflegen das Gebiet nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldbewirtschaftung. Die Exkursionen am 20. und 21. Mai sind Bestandteil einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäßer Waldwirtschaft, die vom 19. bis 21.5.2016 in Hameln sattfindet.
Der rund 800 ha große Forstort „Landteil“ liegt unmittelbar vor dem Westrand des Harzes (51,8°N, 10,15°E). Die Flächen sind im Eigentum der Niedersächsischen Landesforsten und seit dem 1.1.2005 dem Forstamt Seesen zugeordnet.
„Das Waldgebiet zeigt besonders anschaulich, wie sich die langjährige naturgemäße Waldwirtschaft auswirkt“, betont Henning Geske, der Leiter des Forstamtes Seesen. Mehrere Förstergenerationen hätten diesen Wald ohne Kahlschläge bewirtschaftet. So habe sich ein stabiler Wald entwickelt, der inzwischen reich an Struktur und Holzertrag sei. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem „Landteil“ seien ganz wesentlich in das Regierungsprogramm zur „Langfristigen ökologischen Waldentwicklung“ („LÖWE-Programm“) der Niedersächsischen Landesforsten eingeflossen, so Geske weiter. „Unser LÖWE-Programm ist heute die allgemein anerkannte Basis für eine zukunftsgerechte Behandlung des Ökosystems Wald.

Schwerpunktthema der beiden Exkursionen wird laut Geske der Umbau von gleichaltrigen Nadelreinbeständen in strukturreiche Mischbestände sein.

Niedersächsische Landesforsten

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