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Forstliche Arbeitgeber haben Bedarf an Forstwirten, um die immer anspruchsvolleren Aufgaben in der Waldbewirtschaftung zu erfüllen.

Niedersachsen: Forstwirte freigesprochen

Alle 43 Auszubildenden in Niedersachsen bestanden ihre Abschlussprüfung im Beruf Forstwirt. Die Absolventen legten in zwei Gruppen vom 25. bis 27. Juni und vom 2. bis 4. Juli vor dem Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ihre Gesellenprüfungen ab. Am 5. Juli erhielten sie im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof ihre Freisprechungs-Urkunde.

Dort fanden nicht nur die Prüfungen statt. Auch die mehrwöchige außerbetriebliche Ausbildung während der Lehrzeit brachte die angehenden Forstwirtinnen und Forstwirte wiederholt im NFBz zusammen. Die unterschiedlichen Ausbildungsbetriebe lagen in den Wälder zwischen Nordsee und Südniedersachsen. Die Auszubildenden lernten ihr Handwerk in verschiedenen Waldbesitzarten, wovon die Niedersächsischen Landesforsten Jahr für Jahr die zahlenmäßig größte Gruppe ausbilden. Auch städtische Waldbesitzer, Bundesforsten, Forstliche Lohnunternehmer oder Forstdienstleister zählten zu den Betrieben, die die jungen Menschen auf das Berufsleben im Wald vorbereitet hatten.

„Am meisten lernen wir, wenn wir etwas selber tun.“

Für besondere Leistungen wurden mehrere Gesellen geehrt. Als bester Absolventen bestand Jannik Luttmann aus Kirchlinteln die Prüfung. Sein Ausbildungsbetrieb war das Niedersächsische Forstamt Rotenburg. Das zweitbeste Ergebnis erreichte Goy Gerdes aus Zetel. Gerdes lernte sein Handwerk im Niedersächsischen Forstamt Neuenburg. Der Wald & Forstservice Langen in Bissendorf bildete Class Wilke aus. Der Bielefelder wurde bester Absolvent eines Forstlichen Dienstleistungsunternehmens. Alle drei Gesellen erfüllen damit die Aufnahmekriterien für das Begabtenförderprogramm berufliche Bildung. Auch Til Gericke vom Forstamt Neuenburg und Thore Schlüter vom Forstamt Harsefeld können vom Förderprogramm profitieren.

Dr. Karl Schumann, stellvertretender Leiter des NFBz, gratulierte dem gesamten Jahrgang und forderte die jungen Absolventen auf: „Lernen Sie weiter in Ihrem Berufsleben, am meisten lernen wir, wenn wir etwas selber tun“, so lautet die Erkenntnis finnischer Forstkollegen, die Dr. Schumann von einen Fortbildungsreise zu Ausbildungsstätten im Norden Europas mitgebracht hatte.

Bedarf an Forstwirten für anspruchsvolle Aufgaben im Wald

Der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Heinrich Grupe, warb für junge Arbeitskräfte. Forstliche Arbeitgeber hätten Bedarf an Forstwirten, um die immer anspruchsvolleren Aufgaben im Wald zu erfüllen.

Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten, dankte allen, die an der Ausbildung beteiligt waren. „Unsere Meister machen ihren Job sehr gut!“ lobte Jänich stellvertretend alle Betriebe und Angehörigen der Landesforsten. Er sieht für die grünen Berufe im Wald Verjüngungsbedarf in den kommenden Jahren und sprach vom „Zielalter“, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht hätten. „Wir brauchen Sie für den Generationenwechsel im Wald!“ lautete deshalb der Appell des Vizepräsidenten an die frisch gebackenen Absolventen.

Für die Absolventen dankte Paul Lukas Jörß den Ausbildungsbetrieben, Familien und vielen Einrichtungen, die in die Lehre eingebunden waren. Zahlreiche Angehörige und Freunde füllten das Festzelt am Forstlichen Bildungszentrum. Das NFBz habe die Auszubildenden aus ganz Niedersachsen über das Berufliche hinaus zusammengeführt, so das Resümee von Forstwirt Jörß, der seine Lehrjahre bei der Stadt Uelzen verbracht hatte.

Niedersächsische Landesforsten

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