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V.l.: Peter Wendt, Lutz Kulenkampff und Paul Ueckermann

Niedersachsen: Forstamt Sellhorn unter neuer Leitung

Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn steht seit dem 1. Juli unter neuer Leitung. Peter Wendt (48) übernahm die Geschäfte von seinem Vorgänger Lutz Kulenkampff (66).

Kulenkampff beendete am 30. Juni seine über 40-jährige Dienstzeit und wechselt in den Ruhestand. Der studierte Forstwissenschaftler hat 20 Jahre lang das Gesicht der ihm anvertrauten Heide-Wälder in Walsrode und später in Sellhorn geprägt. Bei seiner Abschiedsfeier im Kreise des gesamten Forstamtsteams im Walderlebnis Ehrhorn blickte er zurück: „Der Ort meines Abschieds ist wohl gewählt, in Ehrhorn haben viele Veranstaltungen wie die ‚Ehrhorner Wald – Weihnacht‘ stattgefunden und ich habe mich hier sehr oft mit ausländischen Gruppen getroffen, um von hier ausgehend die Landschaftsgeschichte der Lüneburger Heide zu thematisieren. Ich habe ausländischen Gästen gezeigt, wie es den hiesigen Forstleuten gelungen ist in der Heide wieder einen gesunden, artenreichen Wald anzupflanzen. Viele Länder stehen heute genau an dem Punkt, dass sie eine devastierte Landschaft wieder hin zum Wald entwickeln müssen.“

Der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, Dr. Klaus Merker, betonte in seiner Abschiedsrede: „Mit Lutz Kulenkampff verabschieden wir einen passionierten Forstmann, der viele berufliche Stationen durchlaufen hat. Am prägendsten für ihn war sicherlich sein langjähriger Entwicklungsdienst in Malaysia. Die internationale Forstwirtschaft war ihm immer eine Herzensangelegenheit.“

Auf Kulenkampff folgt Wendt

Kulenkampffs Nachfolger ist Peter Wendt. Der Forstwissenschaftler wechselte vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in die Forstamtsleitung. Er kennt das Forstamt Sellhorn bereits wie kaum ein Zweiter. Seit seiner Ausbildung führte ihn sein beruflicher Werdegang immer wieder in die Sellhorner Wälder. Unter anderem hat er sechs Jahre lang hier bereits als Betriebsdezernent das operative Geschäft und den Holzverkauf organisiert. Die ersten Jahre seines Berufslebens war Wendt als Spezialist für forstliche Computeranwendungen im Forstplanungsamt und als Forsteinrichter tätig. Als Forsteinrichter lernte er die vielfältigen Waldbauregionen Niedersachsens sowohl in seiner Heimat im Tiefland als auch im Harz, Solling und Weserbergland kennen und erstellte für diese zukunftsfähige waldbauliche Nutzungsplanungen und Verjüngungsziele auf. Wendt betonte: „Ich möchte die Tradition des Forstamtes fortsetzen, dass sich die Ziele des Naturschutzes und die Bewirtschaftung der Wälder harmonisch ergänzen. Mein oberstes Ziel wird es sein, ganz im Sinne der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz LÖWE –, die mir anvertrauten Wälder klimastabil und zukunftssicher zu entwickeln.“

Zahlen und Fakten

Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn bewirtschaftet rund 14.000 Hektar Wald und betreut 520 Hektar Genossenschaftswälder. Die Wälder liegen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, im Naturraum Harburger Berge und im Umland von Lüneburg. Zum Forstamt Sellhorn zählen acht Revierförstereien, die die Wälder in den drei Landkreisen Heidekreis, Harburg und Lüneburg bewirtschaften. Außerdem gehören das Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide und die Funktionsstellen als Träger öffentlicher Belange, des Pressesprechers, für Naturdienstleistungen und für Waldnaturschutz dazu. Ferner gibt es im Forstamtsbereich zwei Friedwald-Standorte als Angebot auf die steigende Nachfrage nach Naturbestattungen unter Bäumen.

Quelle: NLF

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