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Dieser geriegelte Bergahorn

Niedersachsen: Ergebnisse der Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim

Am 13.1.2016 fand die Gebotseröffnung der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim als gemeinschaftliche Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Holzlagerplatz Vogelbeck GbR und den Niedersächsischen Landesforsten statt. Auf drei Lagerplätzen in Südniedersachen wurden 2.889 Fm Wertholz und somit 8 % weniger als im Vorjahr angeboten. Die beiden bestimmenden Holzarten der Submission waren Eiche und Esche.
Es haben insgesamt 39 Kunden (Vorjahr 44), die 1.085 Lose (Vorjahr 1.198) beboten. 1.079 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Polen und Dänemark. Es wurden insgesamt 9.912 Gebote (Vorjahr 7.417) abgegeben, je Los 9,2 (Vorjahr 6,3). 6 Lose mit insgesamt 28 Fm erhielten kein Gebot. Der Gesamtumsatz lag bei 1.165.751 € (Vorjahr 1.133.528 €), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 396 €/Fm (Vorjahr 346 €/Fm) entspricht.
Eiche. Die Eichenmenge war mit 1.506 Fm leicht unter dem Vorjahr (1.653 Fm). Alle Lose wurden beboten. Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr von 482 €/Fm auf 546 €/Fm. Die Anzahl der Gebote lag mit11, 3 Geboten je Los bei der Eiche deutlich über dem Vorjahresniveau (7,0). Den höchsten Eichenpreis pro Festmeter erreichte 1 Los mit 1.469 €/Fm (Vorjahr 1.449 €/Fm). Extra zu erwähnen ist, dass die Roteiche, die in der gesamten Auswertung in den Eichenergebnissen aufgeht, in Suterode immerhin in 3 von 6 Losen nur knapp die 300-€-Grenze verfehlte. Nach einigen zaghaften Einzelversuchen in den letzten beiden Jahren wurden etwa 10 Eichenlose mit „Katzenpfoteneichen“ angeboten, die überwiegend die 300 €/Fm erreichten oder sogar überschritten. Die Erhöhung des durchschnittlichen Eichenpreises wäre ohne den Einfluss dieser zuletzt genannten Faktoren noch etwas stärker ausgefallen, aber dies soll hier nicht überbewertet werden.
Esche. Die Nachfrage nach Esche in der bisherigen Laubholzsaison war zwar differenziert, ließ aber dennoch für die Submission ein gutes Interesse erwarten. Daher war es auch Ziel, die Angebotsmenge möglichst zu halten. Das gelang dann auch mit 1.248 Fm (Vorjahr 1.250 Fm). Das hohe Käuferinteresse spiegelt sich auch darin wider, dass 23 Bieter im Durchschnitt 7 Gebote auf die 405 Eschenlose abgaben. Der Durchschnittspreis von 241 €/Fm (Vorjahr 215 €/Fm) zeigt, dass die Nachfrage nach Esche ungebrochen ist, und die Käufer zufrieden mit den angebotenen Qualitäten waren. Die am höchsten bebotene Esche erbrachte 355 €/Fm (Vorjahr 325 €/Fm).
Bergahorn und Spitzahorn. Aufgrund deutlicher Marktsignale zu Beginn der Saison wurde wie im vergangenen Jahr das Angebot an Bergahorn mit 26 Fm gering gehalten. Der teuerste Stamm der Submission war ein geriegelter Ahorn, der mit 2.800 €/Fm bewertet wurde. Er stammt aus dem Forstamt Seesen. Dieses Spitzenergebnis hob den Durchschnittspreis deutlich, so dass dieser auf 551€/Fm im Vergleich zu 267 €/Fm im Vorjahr angehoben wurde.
Kirsche, Rüster, Linde. Auch bei der Kirsche wurden marktbedingt mit 10 Fm (Vorjahr14 Fm) nur geringe Mengen angeboten. Die beste Kirsche erbrachte einen Preis von 248 €/Fm (Vorjahr 268 €/Fm), der Durchschnittspreis lag bei 179 €/Fm (Vorjahr 200 €/Fm). Die einzige Rüster des Termins wurde mit 323 €/Fm beboten. Die Linde erreichte einen Durchschnittspreis von 139 €/Fm. Erwähnenswert ist, dass von insgesamt 13 Fm Linde ein Los mit 280 €/Fm bewertet wurde.
Lärche, Douglasie. Lärche mit 28 Fm und Douglasie mit 71 Fm waren im Vergleich zum Vorjahr geringer vertreten. Die Preise haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. So hat die Lärche einen Durchschnittspreis von 196 €/Fm (Vorjahr 204 €/Fm) und die Douglasie von 184 €/Fm (Vorjahr 180 €/Fm) erzielt.
Gesamtbewertung
Die diesjährige Wertholzsubmission bestätigt die seit Jahren gute Marktlage für Eiche und Esche. Die Durchschnittserlöse bei der Eiche (+13 %) und der Esche (+12 %) haben sich deutlich, der Spitzenerlös bei beiden etwas weniger stark verbessert. Besonders zu erwähnen ist, dass trotz einer etwas geringeren Gesamtzahl an Käufern die Angebote pro Los erheblich gestiegen sind. Insbesondere die Eiche war mit 11,3 Geboten pro Los extrem umworben. Aber die Zahl für die Esche mit 7 Geboten pro Los ist ebenfalls sehr beachtenswert. Die seit Jahren verhaltene Marktlage für Bergahorn wurde überstrahlt vom hervorragenden Gebot für einen Riegelahorn. Die Kirsche war wieder nur gering vertreten und konnte in diesem Jahr auf gleich bleibendem Niveau wie im Vorjahr verkauft werden. Auch Lärche und Douglasie zeigten sich stabil im Ergebnis.
Ein reges Käuferinteresse, ein hohes Preisniveau insbesondere der wichtigsten Holzarten Eiche und Esche und eine Zuschlagrate von 99 % des angebotenen Holzes charakterisieren den großen Erfolg der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim.
Niedersächsische Landesforsten
Länge 6 Dieser geriegelte Bergahorn

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