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Revierleiter Michael Cordes zeigt seinen Eichenmischwald von morgen.

Niedersachsen: Eichenpflanzung zur Aufwertung des Waldes

Im Kompensationsflächenpool „Barnbruch-Stellfelde“ pflanzten die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) in den letzten Wochen des vergangenen Jahres auf rund zehn ha insgesamt 15.000 junge Eichen. Die Pflanzung der Stieleichen dient der Entwicklung des bisherigen Kiefernreinbestandes hin zu einem klimastabilen, naturnahen Eichenmischwald.

In den vorherigen Arbeitsschritten wurde der Kiefernreinbestand stark aufgelichtet; lediglich bis zu 70 Bäume pro ha wurden als sogenanntes Stützgefüge belassen. Mit der Pflanzung der Eichengroßpflanzen in einem weiten und „wilden“ Verband ist nun der Startschuss für die Entwicklung eines naturnahen, lichten Eichenmischwaldes im Kompensationsflächenpool gefallen. Die vorhandenen kleinen Kiefern, Birken und Ebereschen, die sich von allein angesamt hatten, werden als Mischbaumarten übernommen.

Großpflanzen gegen Wildverbiss

Zum eher ungewöhnlichen Einsatz von Eichengroßpflanzen merkte Revierleiter Michael Cordes von der Revierförsterei Barnbruch an: „Wir haben bei der Pflanzung absichtlich Eichengroßpflanzen gewählt, da wir uns so ein aufwändiges Zäunen der großen Fläche gegen den Wildverbiss ersparen konnten. Die Stieleichen wurden händisch ohne Befahrung der Pflanzfläche und somit äußerst bodenschonend gepflanzt.“

Bilanz und Ausblick

Holger Orthmann, Projektkoordinator vom Niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel, beschreibt den aktuellen Arbeitsfortschritt im Kompensationsflächenpool wie folgt: „Mit der Fertigstellung der Eichenpflanzung sind wir für 2019 voll im Plan. Nach Ermittlung der Wasserstände in der kommenden Woche schließen wir die Arbeiten im Kompensationsflächenpool Barnbruch-Stellfelde für 2019 ab. Ab September 2020 werden wir dann mit dem Verschließen des alten Grabensystems und der damit verbunden Wiedervernässung der Fläche weitermachen.“

NLF

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