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Niedersachsen: 10 Jahre FriedWald Hasbruch

Niedersachsen: 10 Jahre FriedWald Hasbruch

Vor 10 Jahren wurde der FriedWald Hasbruch mit der Pflanzung eines Spitzahornes eröffnet. Die Niedersächsischen Landesforsten betraten damals Neuland, es war der zweite niedersächsische FriedWald, der hier zusammen mit der Gemeinde Hude und der FriedWald GmbH eröffnet wurde.
Mittlerweile gibt es 11 FriedWald-Standorte in Niedersachsen, in denen bereits über zehntausend Urnenbestattungen unter Bäumen stattgefunden haben.
„Der FriedWald Hasbruch hat sich mit aktuell rund 2350 Beisetzungen zu einem der gefragtesten Bestattungswälder entwickelt“, so Dr. Martin Dippel vom Forstamt Neuenburg, der das Projekt FriedWald von Anfang an mit begleitet hat, ebenso wie Bürgermeister Axel Jahnz und die FriedWald-Förster Heino Tielking und Gabriel Theermann. Eine Erweiterung um 14 ha wird gerade vorbereitet, damit auch in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Bestattungsbäumen befriedigt werden kann.
Nachfrage-Entwicklung der Bestattungen im Wald
Während es heute bundesweit gut 50 FriedWald-Standorte gibt, davon 11 in den Niedersächsischen Landesforsten, war es vor 10 Jahren noch Pionierarbeit, die Idee der Bestattung außerhalb von traditionellen Friedhöfen umzusetzen. Nach dem Standort Bramsche war der FriedWald Hasbruch, im Schnitthilgenloh nahe Hude gelegen, der zweite niedersächsische Standort. „Damals war die Idee der Bestattungen im Wald für uns alle Neuland. Daher freuen wir uns, dass die Gemeinde Hude so weitsichtig war, mit der Firma FriedWald und uns Bestattungen im Wald zu ermöglichen“, blickt Forstamtsleiter Dippel zurück. Bereits zwei Tage nach der Eröffnung vor 10 Jahren gab es die erste und nach fünf Tagen die zweite Urnenbeisetzung.
Die Nachfrageentwicklung hat sich bis heute gehalten, nicht zuletzt auch dank der kompetenten und sensiblen Betreuung durch die FriedWald-Förster. Davon sind Heino Tielking und Gabriel Theermann von Anfang an dabei. Hartmut Krause verstärkt seit sieben Jahren das Team, welches im Wechsel für Bestattungen, Baumauswahl und Führungen zur Verfügung steht und zusammen mit dem Leiter der Försterei Oldenburg, Stephan Nienaber, für die Pflege und Weiterentwicklung des FriedWaldes sorgt.
Beliebteste Bestattungs-Baumart ist die Buche
19 verschiedene Gehölzarten stehen im Schnitthilgenloh auf einer Fläche von 34 Hektar zur Auswahl. Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine Erweiterungsfläche von 14 ha in Vorbereitung. Da von jungen und mittelalten Bäumen bis hin zu 200-jährigen Eichen ganz unterschiedliche Altersstufen vertreten sind, besteht mit der Vielzahl der verschiedenen Gehölzen eine breite Auswahl an Bestattungsbäumen. Die beliebteste Baumart ist dabei die Buche gefolgt von der Eiche.
Aktuell stehen gut 1.900 FriedWald-Bäume zur Verfügung, vergeben sind etwa 7.300 Berechtigungen. Pro Baum sind bis zu 10 Urnenbeisetzungen möglich. Dabei wird die biologisch abbaubare Urne mit der Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich des Bestattungsbaumes in die Erde gegeben. Die Gestaltung der Beisetzung liegt in den Händen der Angehörigen, der FriedWald-Förster begleitet sie dabei.
Besondere Waldform entsteht
Mit dem FriedWald entsteht auch eine besondere Waldform. Über den langen Zeitraum von 99 Jahren werden die Bestattungsbäume besonders herausgepflegt und erhalten. So entwickeln sich nicht nur große und gradstämmige Bäume, sondern auch ausdrucksstarke Exemplare mit einer besonderen Wuchsform kommen zum Zuge. Gleichzeitig wird die Zugänglichkeit für die Angehörigen und andere Besucher gewährleistet.
„Der Wald wird sich in den nächsten Jahrzehnten durch die dauerhafte Erhaltung der Bestattungsbäume deutlich anders entwickeln, als wir es bisher gewohnt sind, das ist ein ganz spannender Prozess“, so Gabriel Theermann, der das Waldgebiet früher viele Jahre auch forstlich bewirtschaftet hat.
NLF

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