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Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor

Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor

Aus Anlass des Weltbodentages am 5. Dezember 2011 hat das „Kuratorium Boden des Jahres“ das Niedermoor als Boden des Jahres 2012 benannt. Moorböden sind für den Klimaschutz absolute Renner. Ein Aspekt, der erst langsam bei den Diskussionen zum Klimaschutz einbezogen wird, so auch auf der derzeit stattfindenden Klimakonferenz im südafrikanischen Durban. Moore speichern große Mengen des klimarelevanten Kohlendioxids in Form von organischer Substanz für uns. Überhaupt sind Böden beim Klimaschutz verlässliche Wegbegleiter. Dabei gilt: In Moorböden steckt besonders viel Kohlenstoff. Allerdings stellen Böden für diese Dienstleistung gewisse Bedingungen. Die wichtigste bei Moorböden: Die Böden müssen nass bleiben. Niedermoore bekommen ihr Wasser überwiegend aus dem Grundwasser – nicht wie Hochmoore aus dem Regenwasser.
Naturnahe Niedermoore in feuchten Senken und Flussniederungen sind sehr selten geworden und stehen in Deutschland in der Regel unter Schutz. In vielen anderen Ländern werden Moore wie früher bei uns immer noch großflächig entwässert, um Ackerbau zu betreiben. Heute sind in Deutschland Niedermoore häufig Grünlandstandorte. Auch dort ist der Kohlenstoff recht gut gespeichert. Werden diese Niedermoore jedoch umgebrochen und als Acker genutzt, dann bringt auch dort der Luftsauerstoff den Torfabbau in Gang. Die Kohlenstoffsenke wird zur Kohlenstoffquelle.
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