HolzMarkt

Niederlande und Japan importieren mehr Pellets

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Laut der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) ist die Produktion von Holzpellets in Europa im Jahr 2020 um 4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lag 34 % über dem Niveau von 2016.

Dennoch konnte die Produktion nicht mit dem Verbrauch mithalten, was in einem steigenden Nettoimport während der vergangenen Jahre resultierte. Um dieses Angebotsdefizit zu füllen, hat Europa 2019 und 2020 jeweils fast 10 Mio. t Pellets aus den USA, Kanada und Russland importiert.

Europa treibt Nachfrage

Die Lieferungen aus Übersee nach Europa befinden sich auf einem Aufwärtstrend und haben sich zwischen 2013 und 2020 verdoppelt. Die Pelletproduktion in Nordamerika stieg in diesem Zeitraum von 6,5 auf 12,2 Mio. t, vor allem getrieben durch die europäische Nachfrage.

Russland produziert zwar nach wie vor weniger Pellets als die USA oder Kanada, hat aber dramatisch aufgeholt. Die Produktionsmenge ist von 700.000 t im Jahr 2013 auf 2,3 Mio. t im Jahr 2020 gestiegen. Für 2021 werden die russischen Pelletexporte auf das Gesamtjahr hochgerechnet bereits auf annähernd 2,6 Mio. t geschätzt. Der größte Teil davon geht an Energieversorger in Europa.

Neben Europa liefert Russland nennenswerte Mengen nach Südkorea. In den ersten acht Monaten 2021 gingen 7 % der Exporte dorthin.

Wachsende Märkte

Der weltweite Handel mit Holzpellets ist in den vergangenen zehn Jahren stetig gewachsen und hat sein Allzeithoch Ende 2020 gehabt. Seit 2012 war Großbritannien der Hauptabnehmer. Seit drei Jahren stagnieren die Lieferungen dorthin jedoch.

Dafür haben die Niederlande, Dänemark und Japan ihre Importe merklich erhöht. Noch vor fünf Jahren hatte Großbritannien beim Pelletverbrauch einen Anteil am Weltmarkt von über 50 %. Im 2. Quartal 2021 sind es nur noch 34 %.

Steigende Preise

Die Importpreise für Industriepellets bewegen sich im 2. Quartal 2021 in einem Rahmen von 160 bis 200 US$/t und sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die höchsten Pelletpreise werden in den Niederlanden und Großbritannien notiert. Aber auch in den Niederlanden, die ihre Importe in den vergangenen vier Jahren deutlich erhöht haben, ist der Preis seit 2017 von 150 auf 190 US$/t gestiegen.

Quelle: WRQ