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Neustart bei Doll Fahrzeugbau

Neustart bei Doll Fahrzeugbau

Die CMP – Capital Management Partners aus Berlin hat am 2. September die Doll Fahrzeugbau AG übernommen. Die CMP führt beide Firmenstandorte in Oppenau (Baden-Württemberg) und Mildenau (Sachsen) weiter und hält auch an der Produktpalette für Holztransport, Schwertransport und Flugfeld fest. Dafür wurde die Doll Fahrzeugbau GmbH neu gegründet, während die insolvente AG umfirmiert und abgewickelt wird. Die Anzahl der Mitarbeiter verringert sich von 400 auf 330. Während in Mildenau keiner der 45 Angestellten seinen Job verlor, hat Insolvenzverwalter Martin Mucha in Oppenau 50 der 355 Angestellten entlassen. 20 weitere Mitarbeiter hatten von sich aus gekündigt. Der Geschäftsbereichsleiter für Holz- und Schwertransport, Patrick Spitznagel, ist beispielsweise als Geschäftsführer zum Komponentenhersteller Hyva Germany gewechselt.Die Beteiligungsgesellschaft CMP ist auf die Übernahme von Unternehmen in Umbruchsituationen spezialisiert. Sie hat Doll mit frischem Eigenkapital ausgestattet und besetzt die Geschäftsführung mit eigenen Leuten. Ziel ist es, die Firma auf wettbewerbsfähige Füße zu stellen und nach fünf bis zehn Jahren wieder zu verkaufen.Kaufmännischer Geschäftsführer der Doll GmbH ist nun Mark Toschek von CMP. Im zur Seite stehen Borislav Tominsky, der verschiedene Projekte leiten wird, und ein dritter, noch nicht benannter CMP-Manager für die Leitung der Produktion. Die bisherige Vorstandsvorsitzende und Gesellschafterin Brunhilde Rauscher-Doll leitet in Zukunft das Marketing und ist nicht mehr Mitglied der Geschäftsführung. Der Vorstandsvorsitzende Manfred Münch bleibt als neuer Vertriebsleiter Mitglied der Geschäftsführung. Ansprechpartner für die Holztransportkunden ist weiterhin Martin Sturm. Während die Produktion von Langholzfahrzeugen in Oppenau verbleibt, werden Kurzholzfahrzeuge in Zukunft nur noch in Mildenau hergestellt. In der Freien Presse hatte Toschek Anfang September zudem angekündigt, dass in Mildenau künftig auch die Produktion von Langholzfahrzeugen stärker in den Fokus rücken werde als bisher.

Oliver Gabriel

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