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Neuseeland

Die Hälfte des neuseeländischen Rundholzeinschlages wird exportiert, der Großteil nach China. 2019 importierte China 17,3 Mio. Fm aus Neuseeland. Der Ruf nach Exportbeschränkungen oder -stopps seitens einiger neuseeländischer Minister wurde von der Forstindustrie sehr unterstützt, steht aber im Widerspruch zu Vereinbarungen mit der Welthandelsorganisation (WTO).

In China haben viele Sägewerke aufgrund der Coronakrise ihre Produktionen stillgelegt oder sehr stark zurückgefahren. Seit 10. Februar sei die Produktion offiziell wieder möglich, aber viele Sägewerke seien dem nicht nachgekommen, berichtet das Onlineportal timberandforestryenews.com.

Laut Schätzungen eines Informanten verarbeitet die chinesische Holzindustrie nur 15.000 bis 20.000 Fm Nadelrundholz pro Tag – der Normalfall sind 70.000 bis 80.000 Fm.

Gerade Deutschland (2019: 3,8 Mio. Fm) hat neben Neuseeland aber weiterhin containerweise Nadelrundholz nach China verschifft, obwohl fast kein Sägewerk Rundholz benötigt. Die Rundholzlager der chinesischen Häfen sind daraufhin auf 8 Mio. Fm angewachsen. Eine „gesunde“ Lagerkapazität liegt laut timberandforestryenews.com zwischen 3 und 3,5 Mio. Fm. Rundholz wird jetzt auf Autoparkplätzen und entlang von Straßen in Hafennähe gelagert.

Viele Forst- und Fuhrunternehmen können aufgrund der unterbrochenen Lieferkette in China nicht mehr arbeiten, so der neuseeländische Forstunternehmerverband. Forstbaumschulen sind noch nicht so stark betroffen, aber auch deren Arbeit wird bei länger anhaltenden niedrigen Preisen beeinträchtigt werden.

holzkurier.com

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