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Neues Wolfrudel in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Umgebung von Grabow ein neues Wolfsrudel gegründet.

Das Wolfsmonitoring des Landes ist bereits im Sommer verschiedenen Hinweisen von Jägern und Landwirten nachgegangen. Nun gelang der Nachweis eines weiteren Wolfrudels mit mindestens zwei Welpen, wobei aus der Gegend weitere Sichtungsmeldungen gibt, denen weiterhin nachgegangen wird.

Mit dem aktuell bestätigten Rudel in Grabow kann in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig von insgesamt 8 Rudeln (Jasnitz, Grabow, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Torgelow, Ueckermünde) und 2 Wolfspaaren (Lübtheen, Billenhagen) ausgegangen werden, wobei das Rudel in der Retzow-Jännersdorfer Heide grenzübergreifend zu Brandenburg lebt.

Auch in den bereits bekannten Wolfsvorkommen konnten durch das Wolfsmonitoring weitere Welpen belegt werden. „Die im Mai dieses Jahres geborenen Wolfswelpen sind nun so mobil, dass sie mit den Elterntieren auf Nahrungssuche sind und so durch das Wolfsmonitoring besser dokumentiert werden können“, erklärte Minister Dr. Till Backhaus.

Wolfrudel in Mecklenburg-Vorpommern mit aktuell nachgewiesener Welpenanzahl (ggf. weitere Nachweise möglich), Stand 04.11.2019. Quelle: LU Mecklenburg-Vorpommern

Im Rudel in der Nossentiner Heide konnten nun insgesamt mindestens 6 Welpen und im Rudel im Kaarzer Holz drei Welpen nachgewiesen werden.

Für die im Jahre 2018 noch als Rudel geführten Wolfsvorkommen Kaliß und Löcknitz muss der aktuelle Status mit „unklar“ angesprochen werden.

Für mehrere andere Wolfsvorkommen mit regelmäßigen Wolfsnachweisen (Bereiche Schildfeld, Wokuhl, Anklam und Jägerhof) ist der Status ebenfalls noch unklar. Ob es sich dort um territoriale Einzelwölfe oder ggf. Wolfspaare handelt, soll durch das weitere kontinuierliche Monitoring geklärt werden.

Hinweise zu aktuellen Rissgeschehen

Im Jahr 2019 wurden bis Ende Oktober 37 Rissvorfälle gemeldet (zum Vergleich: 2018 insgesamt 23 Rissvorfälle, 2017 insgesamt 28 Rissvorfälle). Schwerpunktmäßig waren die Landkreise Ludwigslust-Parchim, Rostock, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen betroffen.

Im Oktober haben sich im Landkreis Rostock mehrere Rissvorfälle mit insgesamt 32 getöteten Schafen ereignet. In der Folge konnten hier durch das Engagement und enge Zusammenwirken der Schafhalter in Zusammenarbeit mit dem Wolfsmanagement und den Nutztierhalterberatern weitere Übergriffe vermieden werden. Hierfür wurde aus Landesmitteln ein Notfallset und eine zusätzliche Zaunerhöhung zur Verfügung gestellt.

Beratung der Tierhalter

Eine Beratung der Tierhalter zu den Präventionsmaßnahmen von Weidetieren und einer damit verbundenen möglichen Förderung ist im Rahmen eines Vor-Ort-Termins kostenlos möglich und wird seitens des Landes unbedingt empfohlen. Unter folgenden Telefonnummern können Beratungen vereinbart werden: 0157-75063085 (für die Regionen der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald) sowie 03847-43500 oder 0171-7270624 (für alle anderen Regionen).

Red./LU MV

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