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Neues Waldweide-Projekt vor den Toren Berlins

Neues Waldweide-Projekt vor den Toren Berlins

Mit der Übergabe des Fördermittelbescheids in Höhe von 1,7 Mio. € aus Bundesmitteln durch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, startet am 3. Mai das Erprobungs- und Entwicklungs-Vorhaben „Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde“. Ziel des auch vom Land Berlin, der Stiftung NaturschutzFonds Brandenburg sowie vom Landkreis Barnim geförderten Vorhabens mit einem Gesamtvolumen von 2,9 Mio. € ist es, die ehemalige Rieselfeldlandschaft im Naturpark Barnim in die größte beweidete, parkartige Waldlandschaft Deutschlands zu verwandeln.
 
Auf 850 ha Waldflächen der Berliner Forsten sollen künftig Konik-Wildpferde und Robustrinder vor den Toren Berlins eine halboffene Waldlandschaft pflegen. „Das Besondere daran ist, dass erstmals eine großflächige Beweidung von Waldflächen stattfinden soll, die in der klassischen Waldbewirtschaftung heute so nicht vorgesehen ist, früher aber in durchaus weiten Teilen Deutschlands einmal das Landschaftsbild geprägt hat“, erklärt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel. „Hier sollen sich in Zukunft seltene Arten wie Neuntöter, Heidelerche und Wendehals dauerhaft zu Hause fühlen.“
 
„Neben dem großen Nutzen für die Natur liegt der Wert des Vorhabens auch darin“, betont Brandenburgs Umweltstaatssekretär Daniel Rühmkorf, „dass eine arten- und erlebnisreiche Erholungslandschaft am Rand der Metropole entstehen wird, die zudem bequem mit der S-Bahn zu erreichen ist.“
 
Die aus einem Suchraum von 4000 ha ausgewählte Beweidungskulisse umfasst zehn Einzelflächen und etwa 850 ha, ein Mosaik von Hochwaldflächen, halboffenen Waldflächen, offene Wiesenflächen, Hochstaudenfluren, Feuchtgebieten sowie Trockenstandorten. Eingesetzt werden vor allem robuste Rinderrassen wie Highlands und Galloways mit einer Besatzdichte von etwa 0,2 Großvieheinheiten pro Hektar sowie Wildpferde.
 
MUGV Brandenburg

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