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Niedersächsisches Auenprogramm

Niedersächsisches Auenprogramm

Das Niedersächsische Umwelt-Ministerium hat das „Niedersächsische Auenprogramm“ aufgelegt. Umweltminister Stefan Birkner stellte das neue Naturschutzprogramm in Wunstorf-Luthe am 19. Dezember vor. „Der Schutz der Auenlandschaften stellt einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt dar, denn naturnahe Bäche und Flüsse dienen als Wanderkorridore, über die sich Pflanzen und Tiere ausbreiten können“, so der Minister. Kern des Programms sollen die Renaturierung von Flüssen und Bächen, der Schutz der Niedermoore und die Verbindung bisher isolierter Lebensräume sein. Auenentwicklungsmaßnahmen werden finanziell gefördert. Es soll von den Naturschutzbehörden sowie anderen Behörden des Landes umgesetzt werden. Verbände, Private und Stiftungen sind aufgerufen, sich ideell und finanziell zu beteiligen.
Erreicht werden sollen die Maßnahmen insbesondere durch Rückbau von Wehren und Deichen, durch die Extensivierung der Grünlandnutzung auf dem Wege des Vertragsnaturschutzes und durch Wiederherstellung von Niedermooren, Auwäldern und Heckenlandschaften. Zur Finanzierung stehen dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz derzeit jährlich bis zu 2,3 Mio ¤ zur Verfügung. Diese Gelder sollen durch Mittel der Europäischen Union ergänzt werden. „Das Programm ist zunächst bis 2035 geplant“, kündigte der Umweltminister an. In dem neuen Auenprogramm gehen das Fischotter- und das Weißstorchprogramm, der naturschutzfachliche Teil des Fließgewässerprogramms sowie das Feuchtgrünlandprogramm auf.

Förderanträge sind beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beziehungsweise bei der Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu stellen:

www.nlwkn.niedersachsen.de

MU

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